Mittwoch, 5. März 2014

04.03.14 Oslob / KAWASAN Fall

Schon vor halb Acht Uhr weckte mich mein Handywecker aus dem Tiefschlaf. Gespannt was der Tag alles bringen wird, packte ich meine sieben Sachen aus meinem Raum, wie auch aus der Tauchbasis. Das Vesti wie auch die Lungenautomaten liess ich aus platzgründen in der Basis zurück.
Nach einer kurzen Wartezeit auf Uli, heute einmal nicht schwitzend, machten wir uns auch schon auf den Weg zu Stefans Residenz.  Wir verpackten den ganzen Gerümpel in den Kofferraum und schon ging es auf die fast 2h Fahrt nach Oslon. Schell haben wir verstanden, dass Stefan als Deutscher die Philippinischen Strassenregeln inkl. Der Hupregeln bestens kennt und wir hatten fast durchwegs freie Fahrt. Auch nach der Ankunft, zeichnete sich seine Erfahrung und die Sprachkenntnisse seiner Freundin, bei der Wahl der Tauchbasis aus, Wir wurden für philippinische Verhältnisse sehr schnell bedient. Das Tauchmaterial wurde herbeigebracht und für uns zusammengestellt.
Nach einem Breafing durch unseren Diveguide, dass aus lediglich der Tauchzeit von 45 Minuten und einen „nicht berühren“ bestand ging es auch schon ins Wasser. Schon beim abtauchen stellte ich einen hammerharten Ansaugdruck an meinem Lungenautomaten fest. Da ich das altertümliche Model von ScubaPro kannte probierte ich die Luftleistung zu regulieren. Schlussendlich hatte ich nur die Möglichkeit von „keine Luft erhalten“ und  Abblasender 2. Stufe. Nach 3 Minuten im Speedtempo Richtung Wahlhaie gab ich es auf und zog den Reserveautomat aus der Westentasche. Dieser gab nun endlich Luft, dies jedoch nur mit einem penetranten Pfeifton und beide „Zahnschienen“ am Mundstück waren bereits von den tausenden Vorgängern abgebissen. Zeit zum aufregen hatte ich jedoch nicht, da sich schon die erste Silhouette eines Wahlhaies über uns abbildete.
Endlich! Ein unbeschreibliches Gefühl einmal ein solch grosses Tier in Natura zu sehen. Die nächsten 40 Minuten stand die Welt um uns still und wir versuchten mit Kamera und Gopro das möglichste aus der doch schlechten Sicht herauszuholen. Ohne je einmal den Luftverbrauch zu kontrollieren wurden wir dann von unserem Guide zurückgepfiffen um die letzten Minuten in Rekordzeit das Ufer wieder zu erreichen.
Mit müden Beinen, Krampf an den Lippen wegen des haltens des Lungenautomates, jedoch mit lachendem Herzen stolperten wie wieder an Land, entledigten uns der miserablen Ausrüstung und durften direkt an den gemachten Tisch sitzen.









Nach einer gemütlichen Mahlzeit und dem verdauen des Erlebten brachen wir zu unserem zweiten Ziel des Tages auf. Die KAWASAN Wasserfälle.
Das Auto mussten wir an der Strasse stehen lassen und uns für ca. 30 Minuten  zu Fuss  zum ersten Wasserfall zu begeben. Der gemütliche Fussmarsch durch die Urwald- Landschaft war ein weiteres Highlight des Tages. Am Wasserfall angekommen eröffnete sich ein riesiges Wasserbecken das zum schwimmen einlud. Bewaffnet mit Kamera und zwei GoPro machte ich mich schwimmend zum Wasserfall, durchschwamm diesen und genoss das mystische, dunkle und kühle Gefühl, wenn das Wasser über dich herabschiesst und wie eine Wasserwand vor dir zu stehen scheint.
Schön abgekühlt machten wir uns weiter auf den Weg zu den oberen Wasserfällen, genossen dort ein kühles Bier und die herrliche Landschaft, bis wie uns wieder an den Abstieg machten. Beim ersten Becken angekommen erwartete uns die Freundin von Stefan mit einem gedeckten Tisch von philippinischen Köstlichkeiten wie Suppen-Huhn, Rindfleisch und in diesem Gewässer gefangenen Süsswassergaenelen. 
Beim eindunkeln brachen wir dann auf Richtung Moal Boal und anschliessend zurück nach Panagsama.




















Mit vielen schönen Erinnerungen versuchte ich mich Geduldig mit meinen spärlichen Wasserstrahlen (heute bin ich nur noch auf drei gekommen) zu waschen und mich ans Blog schreiben der letzten zwei Tage zu machen. Die Tauchgänge für Morgen sind bereits reserviert und so wird der Abend auch schon bald sein Ende finden.

Dienstag, 4. März 2014

03.03.2014 PESCADOR / KAINE

Ich habe die Zeit immer noch nicht im Griff und musste wiederum, bereit für den Tauchgang, in der Basis rumsitzen und schwitzen. Bis auch alle anderen fertig waren, hatte ich mit Sicherheit den Schlummertrunk von Gestern bereits herausgeschwitzt. Nach dem Verlademanöver auf dem Boot ging es zu fünft Richtung der Insel PESCADOR.  Die Insel ist von allen Seiten mit einer Wunderschönen Steilwand zu betauchen. Heuten nahmen wir die Ostseite, die zu meiner Freude die beste Sonneneinstrahlung hatte.  Behange wie ein Weihnachtsbaum mit Kamera, GoPro, Lampe und Kompass ging es runter ins Paradies.













Die Mittagspause verbachte ich Spagetti essend mit Uli, einem Deutschen, der schon seit langer Zeit in Dänemark lebt und ebenso ein GoPro Filmer ist. Die heisse Diskussion über die legendäre Schweizer Abstimmung zog sich bis zum zweiten TG, den wir unweit vom Hausriff machten. Zu vergessen in mein technisches Material, verpasste ich gleich zu Beginn zwei Schildkröten und konnte dann, halt ohne Schildkröte, dennoch einen wunderschönen TG absolvieren.







Auf dem Rückweg zur Basis machte uns Stefan, ein Algäuer, den Vorschlag, den morgigen Tag mit den Wahlhaien zu verbringen. Ein solches Angebot auszuschlagen wäre Hirnrissig gewesen und so trafen wir uns noch zu einem Apero auf seinem  paradiesischen Anwesen dass er mit seiner Familie als  sein Eigentum nennen darf und besprachen den Morgigen Tag.

Alles abgesprochen, das Bier ausgetrunken beendeten Uli und ich den Abend mit einem wunderbaren Stück Fleisch und ein etwas zu lange geratenen Schlummertrunk.





Sonntag, 2. März 2014

02.03.2014 Pescador / Airport

Für mich ist das aufstehen halt immer noch 7 Stunden zu Früh und so musste mich der Wecker um 9 Uhr daran erinnern, dass Heute mein erster Tauchtag ist.



Das vorbereiten des Materials, wie auch der Fotokamera, (die GoPro habe ich extra zu Hause gelassen um den Stress des ersten TG möglichst klein zu halten.) ging schneller als ich dachte und so lümmelte ich in meinem 3 mm Anzug schwitzend über eine halbe Stunde in der Tauchbasis herum. Endlich auf dem Boot ging es auch gleich Richtung einer kleinen Insel mit dem Namen PESCADOR wo wir auf der Ostseite ins Wasser sprangen und auf 35m an einer, mit Weichkorallen voll behangener Steilwand runter tauchten. Mein erster TG in tropischem Gewässer nach über einem Jahr genoss ich bei einer super Sicht.












Die Oberflächenpause bis zum zweiten Tauchgang genoss ich dann bei paradiesischer Aussicht auf meiner Terrasse und schlafend im Bungalow.



Nun machte ich auch meine GoPro startklar und schon ging es zum zweiten Tauchplatz im dem Namen AIRPORT. Ein flach abfallender Sandstereifen, versetzt mit Korallenböcken, zog sich bis auf 25m, wo das Riff dann senkrecht in die blaue Tiefe abfiel.  Beschäftigt mit fotografieren und filmen vergass ich die Zeit, und den erhöhten Luftverbrauch, so dass ich mit lediglich 60Bar schon nach 40 Minuten auf 5 m aufsteigen musste, um mein Tauchgang auch mit allen Sicherheiten beenden zu können.






Zurück in der Basis ging es ans auswaschen der Ausrüstung und unter die Dusche. Leider war ich nicht der einzige mit dieser Idee. Meine Durchbrause brachte gerade 4! Stk Wasserstrahlen, ohne Druck hervor, was bei meiner doch bescheidenen Haarpracht ganze 20 Minuten dauerte.


Jetzt, frisch geduscht sitze ich zum Blog schreiben in einer Bar vor einem Cola, werde anschliessend dem Magen noch ein paar Fischhappen gönnen und sicher wird auch ein Schlummertrunk mit dabei sein.

Samstag, 1. März 2014

01.03.2014 Cebu – Panagsama

Heute geht es weiter.
Aus der lärmigen Grossstadt  hinaus aufs Land. Die etwas über 100Km wurden auch mit 3 Stunden berechnet. Nach einem kleinen Frühstück und einem Kaffee machte ich mich, resp. mein Fahrer, der mich von Panagsama abholte, auch schon auf den Weg. Bis wir Cebu Richtung Süden Verlassen hatten, war dann auch schon die erste Stunde mit Stau stehen vorüber und die Zeitberechnung wurde mir schon ein bisschen klarer. Als sich dann der Strassenbelag auch noch zusehends verschlechterte und wir nur noch in glücklichen Momenten 60Kmh erreichten war mir dann alles klar.
Mein schweigsamer Fahrer, ich glaube wir hatten nicht mehr als 5 Wörter über die Ganze Strecke gewechselt, führte mich durch die tollsten Landschaften, an Siedlungen vorbei, deren Behausungen für einen Schweizer Soldaten auf der Überlebungswoche nicht tragbar wären, durch Palmenwälder, quer über die Insel. Leider musste ich feststellen, dass Kunstleder wie Leder aussieht aber bei dieser Hitze nach zwei Stunden den Hintern arg in Mitleidenschaft zieht. So rutschte ich die letzte Stunde nur noch von einer Backe auf die andere und sehnte mich nach meinem Tagesziel.




Kaum angekommen, kühlte ich mein Hinterteil mit einer kalten Dusche und mein Magen mit einer kalten Cola aus der reichlich gefüllten Minibar.
Bis am Abend hatte ich dann auch für das tauchen am nächsten Tag eingecheckt, mir einen Lunch gegönnt und meine Terrasse, direkt auf das Meer hinaus, so richtig genossen. Das erste Erkunden meiner Bleibe für die nächsten zwei Wochen konnte ich zu Fuss in weniger als zehn Minuten absolvieren so blieb auch noch genügend Zeit für ein Bier in einer Strandbar.





Den Sonnenuntergang erlebte ich dann leider nicht, da ich bei der Härteprobe meines Bettes eingepennt  und erst in der Finsternis wieder erwacht bin.

Jetzt ist es bereits acht Uhr am Abend und ich werde mich nun auf die Suche nach einem  funktionierenden Internet machen.  Die mir versprochene W-Lan Verbindung im Zimmer ist zwar vorhanden, lässt sich auch einloggen, jedoch weder Daten empfangen noch schicken.  
Keine fünfzig Schritte von meinem Zimmer entfernt, sitze ich nun bei einem guten San Miguel Bier und einem funktionierenden Internet.  Ich glaube auch dieser Abend ist gelaufen.