Mittwoch, 25. Februar 2026

24.02.2026 Apo Island zum zweiten

Der Morgen versprach einen wunderschönen Tag. Bereit in der Früh konnte ich die Sonne auf meinem Balkon geniessen. Der Wind war wie weggeblasen und der See ruhig. Dies deutet auf eine gemütliche Überfahrt auf die Insel Apo, mit ihren über zwölf verschiedenen Tauchplätzen, drei schönen Tauchgängen, mit der bestmöglichen Lichteinstrahlung.

Tauchmaterial vorbereiten, Kaffee trinken und schon ging es ab aufs Boot. Wie geahnt konnten wir eine herrliche Fahrt geniessen, bevor wir uns für den ersten Tauchgang vorbereiteten und in einer kleinen Gruppe von vier Tauchern ins Wasser sprangen. Auch unter Wasser wurden wir nicht enttäuscht und konnten über einer Stunde, das mit monströsen Tischkorallen übersäte Riff auskosten. Auch die Tauchgänge zwei und drei konnten an verschiedenen Plätzen, nach jeweils einer ausgiebigen Oberflächenpause, die zur Entsättigung des Körpers von überschüssig aufgenommenen Stickstoff zu befreien, genossen werden.














Durch das schöne warme Wetter inspiriert, entledigte ich mich meines Tauchanzuges bereits auf dem Boot, schmierte mich mit einer tollen Schicht Sonnencreme ein und genoss die Rückfahrt auf dem Deck in vollen Zügen.



Der Nachmittag war bei der Rückkehr auch schon bald Geschichte und ich versuchte mich einmal mehr auf dem Balkon, meinen Blog und meine Fotos online zu stellen, was mir trotz allem Üben und Fluchen nicht gelang und ich dieses Unterfangen auf den späten Abend verschieben musste. So wendete ich mich unverrichteter Dinge der Körperpflege zu und begab mich in die Dusche. Wie verhext funktionierte auch diese nicht oder nur sporadisch und die normalerweise vier bis fünf Wasserstrale waren noch mehrheitlich mit viel Luft versetzt. Auch bei meiner, nicht mehr so üppigen Haarpracht war dies bereits ein schwieriges und zeitintensives Unterfangen. (Ich möchte nicht wissen, wie das all die Frauen in diesem Resort gemacht haben.)

Der Abend liess ich dann ruhig angehen, genoss ein Abendessen in einem sehr schönen Gartenrestaurant an der Hauptstraße, genoss noch Ihr eigenes IPA-Bier und verschwand weit vor Mitternacht zurück in mein Zimmer.

Dienstag, 24. Februar 2026

23.02.2026 Visumsverlängerung



Bereits bei der Einreise stellte ich fest, dass auf dem Einreisestempel eine maximale Aufenthaltsdauer von 30 Tagen angegeben wurde. Ich machte mich in der Zwischenzeit schlau und so begab ich mich heute, an meinem tauchfreien Tag, schon vor 7 Uhr mit meinem Motorrad Richtung Dumaguete ins Immigrationoffice. Nach langer Suche fand ich auch den Eingang in einem angsteinflössenden, düsteren Gang, wo sich zu hinter diesem Office befand. Ich war bei weitem nicht der Erste und so musste ich mich nach dem Ausfüllen des Antragsformulars noch einmal eine halbe Stunde gedulden, bevor ich ins Office vorgelassen wurde. Auch dort, ich war die Nummer 13, durfte ich mich setzen und mich in Geduld üben. Der Überprüfungsakt war dann auch schnell erledigt und ich verliess das Gebäude 4600 Peso ärmer. Dafür versprachen Sie mir, mein Visum bis am Nachmittag um drei Uhr auszustellen und ab diesem Zeitpunkt sollte ich meinen Pass wieder zurückkriegen.

Die somit verbleibenden sechs Stunden wollte ich eigentlich in der Stadt verbringen. Ich ging an die See Promenade, leistete mir ein ausgiebiges Frühstück und schlenderte gemütlich durch die Gassen. Die schwühle Hitze in der Stadt hat mich jedoch so umgehauen, dass ich bereits vor dem Mittag mich wieder auf mein Motorrad setzte und die 20 Km bis zu meinem Hotel und dem doch massiv angenehmeren Balkon unter die Räder nahm.







Dies bedeutete jedoch, dass ich mich vor drei Uhr noch einmal auf den Plastiksattel setzte, um die 20 Km wieder in die Stadt zu fahren, wo das Warten auch seine Fortsetzung fand. Eine geschlagene Stunde wartete ich auf meinen Aufruf und musste dann noch feststellen, dass das Visum noch nicht erstellt war und ich auch auf dieses, das wieder durch viele Hände wanderte, warten musste. Endlich meinen Pass mit einem simplen Aufkleber wieder in der Hand verliess ich nach 90 Minuten diese Gebäude und musste mir erst einmal eine Cola Zero einflössen bevor ich mich wieder durch den Stau auf den Heimweg machte.

Die Erfahrungen, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, machten mich auch ein bisschen mutiger. So betätigte nun auch ich die Hupe und fuhr wie die Einheimischen einfach quer über die Kreuzung, in der Hoffnung, dass alle anderen weniger Mut haben und abbremsten.

Verschwitzt aber Heil bin ich beim Eindunkeln wieder in meinem Hotel angekommen, genoss eine kühle Dusche, schrieb an meinem Blog, fluchte einmal mehr über das Internet, das auch über das Mobilnetz nicht funktionierte, da wir hier in der Gegend kein 3,4 oder 5G haben, sondern lediglich LTE und das auch noch sehr schwach.

Am Abend habe ich mich dann mit Stefan zu einem Aper verabredet, das schließlich in einem Nachessen in einem Fischrestaurant endete, wobei ich mir einen wunderbaren Sepia gefüllt mit Hackfleisch an einer Rotweinsauce gönnte.


Montag, 23. Februar 2026

22.02.2026 Besak

Bereits in der Nacht wurde ich von irgend einem Viech geweckt, dass sich lautstark an den Bambus-Wänden meines Zimmers zu schaffen machte, ich trotz mehrmaliger Suche nicht fand. Ich stellte auch fest, dass die Insel einmal mehr von einem ausgiebigen Tropenregen heimgesucht wurde.

Am Morgen fühlte sich dann auch alles feucht und klebrig an. Ich war froh, dass ein weiterer Tauchtag, an dem ich sowieso nass wurde und nicht ein Strandtag angesagt war.

Nur in Badehosen und T-Shirt fuhr ich mit meinem klitschnassen Motorrad in die Basis, bestellte ich mir meinen bereits obligaten Kaffee, bereitete mein Material vor, das ich dann auch wie immer durch kräftige Hände aufs Boot bringen liess, bevor ich mich dann selber nur mit einem kleinen Rucksack, gefüllt mit GoPro, Lampe und einem Badetuch auf das Boot begab.

Der Wellengang und Regen verunmöglichten ein Tauchen in der näheren Umgebung, sodass wir 40 Minuten an der Küste Richtung Süden zu den Tauchgründen von Besak fuhren, um dort bei knapp akzeptabler Sicht zwei wunderschöne Tauchgänge geniessen zu können. Der erste Tauchgang war noch in einer natürlichen Umgebung in einem Korallengarten, während der zweite Tauchgang an einem, vor Jahren angelegten künstlichen Riff aus mit Betonelementen aufgeschichteten Türmen und mit Stahlgitter gefertigten Iglu-ähnlichen Gebilden bestand. Diese waren jedoch zum Teil so verwachsen, dass man die von Menschenhand erbauten Gerüste kaum mehr sah.












Schlotternd, nach vier Stunden im Nassen Taucheranzug und Bootsfahrt durch Regen und Wellen, genoss ich dann eine warme Dusche (ich habe den Durchlauferhitzer auf das Maximum geschraubt), in meinem Zimmer.
In trockenen Kleidern wieder aufgewärmt genoss ich ein Omelett auf meinem Balkon, bevor ich mich wieder einmal mit der Internetverbindung abmühte, bevor ich meine Fotos speichern konnte. Auch die obligate Siesta, dieses Mal jedoch im windgeschützten Zimmer bei ausgeschalteter Klimaanlage, durfte nicht fehlen.

Der Abend blieb wettermäßig noch immer verhangen. Es regnete jedoch nicht mehr, was es mir erlaubte, mich mit Jeans auf das Motorrad zu setzen und in eine nahe gelegene Holzofen-Pizzeria zu fahren, wo ich dann den ganzen Abend mit weiteren Tauchern von den Sea-Explorers, die ich dort zufällig traf, verbrachte.



Sonntag, 22. Februar 2026

21.02.2026, Masapiod Süd/Nord

Wunderbar ausgeschlafen erwachte ich lange vor dem Wecker, genoss den frühen Morgen auf meiner Terrasse, bevor der nächste Tauchtag startete. Stefan aus Luzern war heute mit von der Partie und wir wurden auf ein Boot eingeteilt, das zwei weitere Tauchplätze an der Küste von Dauin auf der Insel Negros anfuhr, die mir noch unbekannt waren.
Der Abstieg im Freiwasser auf ca. acht Meter endete im Sand und ich konnte mir nicht vorstellen, dass dies ein schöner Tauchgang werden würde. Doch bereits nach zwei Minuten, in denen wir gegen eine leichte Strömung schwammen, befanden wir uns in einem wunderschönen Korallengarten, der absolut nichts vermissen liess. Von Schildkröten über Schaukelfische bis hin zu gebänderten Seenadeln war einfach alles zu sehen. Auch der zweite Tauchgang liess keine Wünsche offen. Endlich einmal bei Sonnenschein konnte man die Lichter und Farben, insbesondere während des „Austauschens“ auf einer Tiefe von ca. 8 Metern, in vollen Zügen genießen.













Da heute nur zwei Tauchgänge auf dem Programm standen, blieb mir fast der ganze Nachmittag, um mich einer ausgiebigen Siesta zu widmen und in meinem Buch einige Kapitel weiterzukommen.
Die Dusche verschob ich auf den frühen Abend, trotz des Risikos, einen salzigen Schlafplatz zu haben.

Den Abend verbrachten wir, Stefan und ich sowie ein weiterer Schweizer, der im Alter von 55 Jahren nach Negros gezogen ist und nun hier seinen Lebensabend verbringt, in einem ruhigen Restaurant am NordPoint von Dumaguete, wo mir ein formidables Rindsfilet von einem französischen Koch serviert wurde. Es war ein Gedicht! Zum Abschluss ging ich noch in die „Why Not“-Bar und trank ein Bier, bevor ich mich auf den Heimweg machte, um mich schlafend auf den nächsten Tauchtag vorzubereiten.



Samstag, 21. Februar 2026

20.02.2026 Insel Apo

Das Wetter hat sich inzwischen so weit beruhigt, dass wir heute in Richtung des Naturschutzgebiets der Insel Apo aufbrechen konnten. Die kleine Insel liegt zwischen Cebu und Negros. Auf der Insel leben nicht mehr als ca. 120 Personen, die weder Süsswasser noch Strom haben. Strom wird abends zwischen 18 und 22 Uhr von einem öffentlichen Generator zur Verfügung gestellt und dann wieder abgeschaltet. Rund um die Insel befindet sich jedoch ein weltweit bekanntes und wunderschönes Korallenriff, das sich wirklich sehen lassen kann. Ich durfte in einer kleinen Gruppe, die wieder aus den Holländern bestand, diese Mal jedoch mit einer jungen Schweizerin, die sich als Guide herausstellte, drei Tauchgänge machen.


Bereits beim ersten Tauchgang hatte sie massive Probleme mit den Ohren und konnte den Druckausgleich nicht durchführen. Nach einer Wartezeit von mehreren Minuten deutete ich ihr an, dass ich die Gruppe übernehmen würde und sie zurück zum Boot sollte. Sie bejahte dankbar, und ich zeigte den anderen, dass sie mir nun folgen sollten. So zogen wir dann zu viert durch das Riff. Bereits nach wenigen Minuten tauchte das Mädchen jedoch wieder auf. Sie hatte ihre Probleme angeblich gelöst, sodass ich die Gruppe wieder abgeben durfte und mein eigenes Ding durchziehen konnte.
Auch die Tauchgänge zwei und drei, nach jeweils einer Stunde Oberflächenpause, die wir infolge des schlechten Wetters in unseren nassen Tauchanzügen verbrachten, konnte ich an zwei weiteren Plätzen in diesem wunderschönen Riff mit Hart- und Weichkorallen aller Formen und Farben geniessen.











Die Heimreise durch die Wellen war dann auch nicht jedermanns Sache. Den einen wurden die trockenen Sachen ebenfalls von überschwappenden Wellen nass gespült, andere verbrachten die Zeit mit einer komischen Farbe im Gesicht im hinteren Teil des Bootes. Aus gutem Grund vermied ich während der ganzen Fahrt diesen Teil des Bootes.


Zurück in der Basis, das Material endlich verstaut, war der Tag bereits wieder vorbei und ich konnte vor dem Eindunkeln nur noch eine kleine Siesta auf meinem Balkon halten, bevor ich unter die Dusche ging und mit Stefan aus Luzern ins Zentrum von Dauin ging, um die erste Mahlzeit des Tages einzunehmen.


Gemeinsam mit Stefan genoss ich wieder einmal die philippinischen Nudeln mit dem obligatorischen Chicken und viel viel Sojasauce.
Noch ein, zwei Bier, und der Tag war gelaufen. Nach drei Tauchgängen fiel mir das Einschlafen sehr leicht.