Mittwoch, 18. Februar 2026

17.02.2026, Dauin Süd/Nord

Mein erster Tauchtag in diesen Ferien. Gespannt sprang ich vor sieben Uhr aus den Federn, kontrollierte noch einmal die sieben Sachen, die ich unter Wasser benötige, verstaute sie in einer Tasche und befestigte diese an meiner Weste, um das ganze Zeugs wie einen Rucksack auf meinem Motorrad zu transportieren.

Weit vor acht Uhr traf ich in der Tauchbasis ein, bezog meinen Platz im Materialraum, richtete mich gemütlich ein und bereitete mich auf die ersten Tauchgänge in Dauin vor.
Unweit meiner Unterkunft sprangen Carlos, der Dive Guide, ein Holländer und ich vom luxuriösen Tauchboot beim Platz Dauin Süd ins Wasser.
Die erste Zeit führte uns über den Sand zu einem kleinen Korallenriff. Mit meiner neuen Kamera versuchte ich, viele Dinge aufzunehmen, doch alles kam mir milchig und unscharf vor.

Auch beim zweiten Tauchgang, den wir in entgegengesetzter Richtung beim Platz Dauin Nord absolvierten, hatte ich mit meiner Kamera immer noch das gleiche Problem. Erst beim Herunterladen der Filme, aus denen ich immer Fotos herauslöse, stellte ich fest, dass auf der Linse des Unterwassergehäuses noch die Schutzfolie klebte. Im Wasser wirkte diese wie ein Diffusor. Somit fielen trotz der wunderschönen Tauchgänge die Fotos eher mikrig aus.

Den Nachmittag verbrachte ich dann mit der Installation der Kamera und der Verbindung zu meinem iPad sowie der ersten Bearbeitung meiner dürftigen Ausbeute.







Gemütlich erkundete ich auf dem Motorrad das Dörfchen Dauin nach einer Bar für mein Feierabendbier. Gefunden habe ich jedoch sehr wenig. An der Hauptstrasse sah ich dann eine Bar bzw. eine Theke mit vier Stühlen. Im Hintergrund dieser Theke hing eine Schweizerfahne. Ich entschloss mich, anzuhalten, um zu schauen, ob ich an diesem Platz ein Bier bekommen könnte.
Es stellte sich heraus, dass die Bar einer Frau namens Vanessa gehörte, die mit einem Schweizer verheiratet ist und mehrheitlich in der Schweiz lebt.
Dank ihrer Ortskenntnisse erfuhr ich mehr über Dauin und seine Gastronomie. So entschloss ich mich, mein Nachtessen in einer von ihr empfohlenen Strand-Pizzeria zu mir zu nehmen. Am Abend traf ich in ihrer zweiten Bar – wenn man eine Garage mit ein paar Barhockern so nennen darf – auch auf ihren Mann, einen Luzerner, der ebenfalls ein begeisterter Taucher ist. Nach einem weiteren Bier und der Verabredung, dass wir am Donnerstag gemeinsam bei der Insel Apo tauchen würden, verabschiedete ich mich in Richtung meines Hotels, um genügend Schlaf für die morgendlichen Tauchgänge zu bekommen.






Dienstag, 17. Februar 2026

16.02.2026, Negros Relax


Ich habe so lange geschlafen, bis ich das Liegen auf dieser harten Matratze nicht mehr aushielt.
Noch vor einer weckenden Dusche begab ich mich zum Frühstück. Hier wurde wieder Toastbrot serviert, und ich genoss zwei Tassen Instant-Kaffee dazu. Das ist der einzige trinkbare Kaffee, den man sich mit Milchpulver schön färben kann und der einigermaßen geniessbar ist.

Nach einer ausgiebigen Dusche startete ich mein Unterfangen, nach einer für mich geeigneten Tauchbasis zu suchen. Mein erster Favorit direkt neben meinem Hotel erwies sich leider als Reinfall. Mehr als zwei herumlungernde Burschen in einem Innenhof mit drei, vier Basthäuschen war nicht zu sehen, was bei mir so gar kein Vertrauen aufkommen ließ.


Die zweite Basis entpuppte sich lediglich als Strandzugang der Tauchchule und die Basis unter spanischer Leitung befand sich dann auch über vier Kilometer entfernt. Auch die Tatsache, dass derzeit nur vom Strand aus getaucht werden kann, da sich das Boot angeblich für ein paar Tage in Reparatur befindet, erweckte keine guten Gefühle bei mir. So begab ich mich zur dritten Tauchbasis, die unter Schweizer Leitung steht und mir sehr wohl bekannt ist. Wie an all den vorhergehenden Stationen der vergangenen Jahre, in denen ich mit dieser Gesellschaft getaucht bin, befand sich auch diese Basis in einem Top-Zustand, sodass ich mich gleich für den morgigen Tag einschrieb.
Da sich die Basis 500 Meter von meinem Hotel entfernt befindet und das Einfinden am Morgen immer schon um 8 Uhr stattfindet, entschloss ich mich, für die nächsten zwei Wochen ein Motorbike zu mieten.

Nicht weit von meinem Hotel entfernt fand ich ein einfaches Modell, dessen Herkunft ich nicht kenne, das jedoch über einen Motor und auch Bremsen verfügt. Nach drei Runden Verhandlung waren wir uns schnell einig und ich fuhr für CHF 75 mit Bike und Helm für zwei Wochen davon. (Zum Vergleich: Vor zwei Jahren mieteten wir bei einer internationalen Gesellschaft ein Auto, das uns pro Tag bereits mehr kostete.)


Meine erste Fahrt führte mich kreuz und quer durch Dauin, bis ich mich an der Hauptstraße in einem Restaurant für einen kleinen Imbiss niederliess und dabei gratis eine Vorführung bekam, wie auf den Philippinen Stromkabel professionell verlegt werden.


Zurück im Hotel erlaubte ich mir eine ausgiebige Siesta, die erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit endete. Der mehrmalige Versuch, meinen Blog weiterzuführen, scheiterte kläglich am nicht vorhandenen Internet, sodass ich mich gezwungen sah, mein Nachtessen (ein philippinisches Pansit vorzuziehen. Vor einer weiteren Schlafensrunde setzte ich mich mit einem Bier an den Strand und genoss das Nichtstun.




Montag, 16. Februar 2026

15.02.2026: Cebu–Negros

Der gestrige Abend war geprägt von der Food Street im modernen Viertel von Cebu City, dem sogenannten IT Park bzw. Sugbo Mercado. Es war nicht das erste Mal, dass ich mich sofort an den Stand mit dem Spanferkel heranmachte und mir eine recht grosse Portion gönnte. Das Gramm kostete umgerechnet einen Peso, was in unserer Währung ca. 1,5 Rappen entspricht. Somit konnte ich mich für 200 Gramm doch recht preiswert und vor allem lecker ernähren.
Auch für die Taxifahrt zurück zum Hotel bezahlte ich nicht viel mehr. Kaum im Zimmer, ging ich auch schon schlafen. 






Gut ausgeschlafen erwachte ich bereits vor acht Uhr morgens, packte meine sieben Sachen, genoss das dürftige Frühstück und machte mich sogleich auf den Weg zum Busterminal. Ich wusste nicht, welcher Bus in Richtung des Fährhafens Liloan im Süden der Insel fuhr, und so stellte ich mich auf eine längere Wartezeit ein.
Zu meiner Überraschung konnte ich bereits um 9:30 Uhr abfahren und hatte kaum Zeit, mich auf die über vierstündige Fahrt vorzubereiten.
Gegen einen kleinen Aufpreis buchte ich einen Platz in einem Bus mit Klimaanlage. Dieser war sehr neu und sauber, jedoch waren die Sitzpolster zum Schutz mit einer dicken Kunststofffolie überzogen, was den Sitzkomfort nicht unwesentlich schmälerte.
Bereits nach der ersten Stunde brannten meine Beine und nach der Ankunft im Fährhafen sah mein Hintern aus wie der eines Pavians und mein Rücken wie das picklige Gesicht eines Pubertierenden. 

Am Fährhafen angekommen, konnte ich ohne Probleme mein Ticket kaufen. Dann musste ich jedoch zwei weitere Schalter anlaufen, um auch die Hafengebühr und die Umweltgebühr zu begleichen, bevor ich in den Warteraum für das nächste Schiff vorgelassen wurde.



Die Überfahrt dauerte lediglich 30 Minuten, dann musste ich am Zielhafen wieder meine Gebühr entrichten, bevor ich mich nach einem Motorradtaxi umsehen konnte. Der Fahrpreis von 15 CHF übertraf dann auch die gesamten Reisekosten der letzten Stunden inklusive aller Gebühren bei Weitem. (Die Banditen wissen, dass man auf sie angewiesen ist.) 



Das gebuchte Hotel entpuppte sich als ein sehr kleines Resort mit 12 Zimmern, das direkt am Strand liegt. Dort kann man keinen Schritt machen, ohne Sand unter den Füßen zu haben.

Völlig erschöpft packte ich nur das Nötigste aus, begab mich mit einer großen Flasche Bier an den Strand und genoss meinen ersten Abend auf der Insel Negros. Auch für das Abendessen wählte ich die hoteleigene Küche und schlich mich bald darauf in mein Zimmer, um mein Bett für die nächsten zwei Wochen zu testen. Den Test konnte ich nicht lange durchführen, da ich sofort eingeschlafen war.






Samstag, 14. Februar 2026

14.02.2026, Cebu City

Nach neun Stunden Schlaf war ich um 8:00 Uhr bereits voller Tatendrang. Das Angebot am Frühstücksbuffet des Hotels war recht überschaubar. Es gab kein Brot, dafür aber zwei verschiedene Sorten Reis, die meinen Magen ebenfalls füllten.

Mit einer kleinen Einkaufsliste ging ich als Erstes in das nahe gelegene Einkaufszentrum Ayala, wo ich das Geplante sowie das Vergessene nachkaufte. Ich trank einen Kaffee, der seinen Namen nicht verdiente, und brachte mich wieder schwitzend auf die 1,7 km zurück ins Hotel.





Bevor ich mit dem Taxi in Richtung Magellan-Kreuz fuhr, absolvierte ich eine kleine Pause unter der Klimaanlage. Anschließend besuchte ich das Magellan-Kreuz und den nahegelegenen Carbonmarkt. Da heute auch noch Valentinstag war, waren sämtliche Gassen und Marktstände überfüllt. Komplett verschwitzt und müde suchte ich nach über zwei Stunden marschieren in dieser Hitze einen kleinen Imbissstand, um mir etwas zu essen zu gönnen. In einer Seitengasse fand ich einen Stand mit einer kleinen Gassenküche, deren Tische rechts sauber gereinigt waren. Ein Blick in die Pfannen versprach jedoch ein Abenteuer. Ich bestellte Beef und erhielt angeblich auch Beef. Bis heute wusste ich jedoch nicht, dass ein Beef auch solche Teile enthält, wie ich sie in meiner Schüssel vorfand. Ich rechnete damit, dass diese Teile sehr nahe an der Haut liegen.
Schon beim ersten Bissen stellte ich fest, dass dies für mich wieder einmal eine Dschungelprüfung werden würde. Ich denke, Konsistenz und Geschmack waren gleich wie in der Fernsehshow. Ich hatte jedoch keinen Zeitdruck. Ich konnte auch nicht schummeln, da ich ständig von den Küchenmutter und einer Horde Kindern beobachtet wurde. Gesättigt und in der Hoffnung, dass es keinen Durchfall gibt, schlenderte ich durch den Markt im grossen Bogen zurück zum Magelan Kreuz. Ich musste mich beeilen, da es zu regnen. Mein Plan, mit dem Taxi zurück ins Hotel zu fahren, war schnell gemacht, musste jedoch feststellen, dass ich nicht der Einzige war, der diesen Plan hatte. Mit einem Trinkgeld von umgerechnet 0,30 Franken. nahm ich die Hilfe einer Parkplatzleiterin in Anspruch und konnte so auch im Trockenen auf ein freies Taxi warten.





























Zurück im Hotel ging es als Erstes unter die Dusche. Jetzt, bei angenehmen klimatisierten Temperaturen, schreibe ich diese Zeilen. Am heutigen Abend steht noch eine Food-Strsse mit dem Namen „Subigo“ auf dem Programm.

12.–13.02.2026: Reise nach Cebu


Die Reise begann bereits am Morgen um 8 Uhr. Mit der Gewissheit, dass in den nächsten 24 Stunden Warten und Sitzen angesagt war – und sicher nicht Schlafen. Der Flieger nach Dubai war brechend voll und ich wusste wieder einmal nicht, wohin mit meinen langen Beinen. Nach einem kurzen Aufenthalt am Flughafen in Dubai, den ich mit einem kühlen Bier verkürzte, ging es für die nächsten neun Stunden weiter nach Cebu. Dieses Mal hatte ich das Glück, keinen Sitznachbarn zu haben, und so konnte ich meine Beine über den Sitz hinaus ausstrecken. Das machte das Essen und Sitzen viel angenehmer.





Trotzdem schmerzte nach weiteren acht Stunden mein Hintern so dass ich glücklich war, endlich in Cebu auszusteigen. Eine halbe Stunde später fand ich ein Taxi, dass mich die 17 Kilometer zu meinem Hotel in die Stadt brachte. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass auf meiner Strecke ein Brand in einem Einkaufszentrum ausgebrochen war. Die Folge war, dass ich für diese 17 Kilometer über zwei Stunden brauchte.

Endlich im Hotelzimmer angekommen, gab es erst eine Dusche und dann ein zweistündiges Nickerchen. Anschliessend schlenderte ich durch die Strassen auf der Suche nach meinem ersten philippinischen Essen.







Die Schlaflosigkeit der letzten 24 Stunden trieb mich jedoch bald wieder ins Hotelzimmer, wo ich Nullkomma plötzlich einschlief.

Mittwoch, 11. Februar 2026

11.02.2026: Die Reise kann starten!

Die Flüge sind gebucht. Die wichtigsten Hotels sind ebenfalls gebucht und jetzt ist auch das Packen fast fertig. Mit Sicherheit habe ich wieder etwas vergessen, das mir trotz Checkliste und langem Überlegen erst unterwegs in den Sinn kommt.

Auch dieses Jahr werde ich den Blog selbst schreiben und ihn lediglich durch "DeepL Write" korrigieren lassen. Die KI lasse ich in diesem Fall außen vor. Auch dieses Jahr werde ich direkt von der Leber weg schreiben und möchte mich bereits vorab für meine schweizerdeutsche Sprachweise entschuldigen.

Es soll jedoch ein Tagebuch für mich werden, das ich mit Fotos unterlegen und das ich gerne mit euch teilen werde.



Donnerstag, 3. April 2025

01./02./03.04.2025 Mindoro, Manila, Schweiz

01.04. Die Nervosität vor der Abreise lässt auch nach so vielen Jahren nicht nach. Schon früh am Morgen bin ich in Gedanken meine sieben Sachen durchgegangen, habe zum gefühlten hundertsten Mal alle Schubladen kontrolliert und war viel zu früh auf die Abreise vorbereitet. Es reichte lange noch für einen Kaffee im Restaurant am Pool. Da ich bereits am Vortag alles Finanzielle mit dem Resort geklärt hatte, musste ich nur noch meinen Schlüssel abgeben und der Bootsjunge trug mir zum Abschluss noch meine schwere Tauchtasche zum Tuktuk. Mit einer Reserve von fast 2 Stunden kam ich am Fährterminal an, gönnte mir noch einmal einen Kaffee, bevor ich meine 16 Cent Hafengebühr bezahlte und mich auf den Weg zur Fähre machte.







Nach eineinhalb Stunden stieg ich direkt in den im Voraus gebuchten Bus, der mich nach weiteren drei Stunden mitten in Manila auf die Strasse entliess. Da ich schon schlechte Erfahrungen gemacht habe, leistete ich mir ein Taxi zu meinem Hotel.

Am Abend machte ich noch einen kleinen Rundgang durch das Bankenviertel, das im Vergleich zu anderen Teilen Manilas recht sauber ist, gönnte mir noch einen Teller „Lumpia Shanghai“ (Frühlingsrollen) und begab mich recht früh zurück ins Hotel.





02.04. Den letzten Tag in Manila verbrachte ich, nachdem ich mich im Hotel ausgecheckt und mein Gepäck eingelagert hatte, schwitzend, durch die Strassen schlendernd und sitzend im kühlen Einkaufszentrum der „SM Mall“. Auch so kam der Abend recht früh und es war Zeit, meine letzten Kilometer in Manila mit dem Taxi in Richtung Flughafen zurückzulegen. Ab jetzt hiess es nur noch Warten und Sitzen, bis ich wieder Schweizer Boden unter den Füssen hatte.





03.04 Wieder wohlbehalten in der Schweiz angekommen, sitze ich nun im Zug Richtung Bern. Mit einem riesigen Sack voller neuer Eindrücke und Erlebnisse dieser langen Reise.

Dankbar, dass ich diese sechs Wochen ohne Unfall oder gesundheitliche Probleme erleben durfte, trete ich nun den Rest der Heimreise an. Die Erinnerungen werden noch lange nachhallen und ein Teil der Eindrücke und Bilder werden mich sicher bis an mein Lebensende begleiten.

Die Zukunft wird zeigen, wo im nächsten Jahr die Nadel auf der Weltkarte stecken bleibt.