Freitag, 27. März 2026

26.03.2026 Toiletanien

Jetzt hat es mich doch noch erwischt.
Mein gestriges BBQ in einer der unzähligen Strassenküchen schmeckte vorzüglich. Für das darauffolgende Bier an der Flaniermeile habe ich mehr bezahlt als für das ganze Essen und wahrscheinlich war das sogar noch schlecht.
Bereits um drei Uhr in der Früh weckte mich mein Darm und es folgten im Halbstundentakt weitere Sitzungen.
An das Tauchen war gar nicht zu denken, denn das Fassungsvermögen meines Neoprenanzuges wäre sicherlich zu klein gewesen. So habe ich mich um sechs Uhr morgens per WhatsApp abgemeldet und verlegte meinen Standort nie weiter als 15 Meter von meiner Toilette entfernt.
Am Mittag, wahrscheinlich wäre ich für eine Darmspiegelung vorbereitet gewesen, beruhigte sich die Geschichte und ich konnte meinen ersten Kaffee zu mir nehmen. Da ich der ganzen Sache noch nicht traute, blieb ich noch eine ganze Weile auf der Hotelterrasse mit einem Buch.

Am späteren Nachmittag, mir tat bereits das Liegen weh, raffte ich mich auf, um einen längeren Spaziergang an das Meer zwischen Panagsama und White Beach zu machen.
Einmal dort angekommen stellte ich fest, dass es nicht mehr lange bis zum Sonnenuntergang gehen würde. So bezog ich auf einer Mauer aus Lavagestein meine Stellung und verharrte dort, bis die ganze Show vorüber war.









Schnellen Schrittes wanderte ich dann zurück zum Hotel, um noch einmal das erlösende Örtchen aufzusuchen, zu duschen und mich auf den Weg, etwas Festes und wenn möglich Risikoloses zwischen die Zähne zu kriegen.
Das Feierabendbier fiel dann jedoch sehr kurz aus, und das auch noch in Form einer Cola Zero, und schon machte ich mich auf den Weg Richtung Bett, um den morgigen Tauchtag nicht auch noch zu verpassen.

Donnerstag, 26. März 2026

24.03.2026 Ronda Marine

Heute war doch schon etwas los in der Tauchbasis. Bereits um sieben Uhr begann ein neuer Kurs mit etwa 10 Tauchschülern, die alle noch keine Ahnung hatten, für was welches Material ist und wohin es gehört.
Ich machte mir meinen Pulverkaffee und verzog mich nach draussen, bis die Meute Richtung Wasser watschelte. Erst jetzt begann auch ich mich fertig zu machen und begab mich aufs Boot. Zum Glück blieben die Tauchschüler am Strand und mir wurde das Chaos unter Wasser erspart.
Gemeinsam mit dem Guide und einer älteren Dame, ich weiss nicht einmal die Nationalität, da ich erst unter Wasser feststellte, dass wir nicht nur zu zweit unterwegs waren, genoss ich einen meiner letzten Tauchgänge in diesen Ferien.












Die körperliche Verfassung lässt es noch nicht zu, dass ich zwei Tauchgänge mache, und ich möchte die letzten zwei Tage sicher auch noch tauchen, verabschiedete ich mich nach dem Tauchgang, fuhr direkt ins Hotel, um festzustellen, dass auch heute kein Wasser mehr für mich übrig war. So bestellte ich mir eine Cola Zero und wartete, bis auf einen neuen Tank umgeschaltet wurde, bevor ich mir die Salzkruste vom Leib spülen konnte.
Mit einem weiteren Nudelgericht, das weiss der Teufel wieso mit Zucker und Zitrone geliefert wurde, bändigte ich meinen Hunger, bevor ich mich mit einem Buch in die Hängematte legte. Ich hatte noch keine zwei Seiten gelesen, fielen die Augen schon wieder zu, und ich verschlief den halben Nachmittag auf der Terrasse des Hotels, die zum Glück die ganze Zeit im Schatten lag.

Gegen Abend sattelte ich noch einmal das Motorrad, für die 6 Km nach Moalboal ins „SevenEleven“, um meine Philippinische SIM Karte für weitere 10 Tage zu verlängern. Genoss auf dem Markt noch ein Bier und schaute dem emsigen Treiben der Philippinern zu, die etwas verkaufen wollen. Das sind gefühlt über 90 %.
Der Abend gestaltete sich dann wie üblich mit Flanieren und dem Ausschau nach einem neuen Restaurant mit einem neuen einheimischen Gericht und dem obligaten Feierabendbier direkt an der Strasse.






Mittwoch, 25. März 2026

24.03.2026 Withe Beach South

Der erste Tauchgang am Morgen ist einfach immer der Beste. Die ganzen Touristenströme, ja, man kann hier definitiv von Overtourismus sprechen, schlafen zu dieser Zeit noch und man kann den Tag ruhig angehen. Die Dive Guides lungern ebenfalls verschlafen in der Basis herum und warten auf ihr morgendliches Einsatzbriefing, das meistens in einer heftigen Diskussion endet. In dieser Zeit geniesse ich meinen Kaffee draussen auf der Bank, bevor ich meine Sachen zusammenpacke und aufs Boot gehe.

Heute waren wir lediglich drei Taucher und ich hatte wieder einmal die Ehre, einen Guide für mich alleine zu haben, der eigentlich nur ziellos nebenher schwamm, mich drei Mal ungläubig nach meinem Luftvorrat fragte und mich sonst jedoch komplett in Ruhe liess.

Der Withe Beach ist ein wunderschöner Sandstrand, aber unter Wasser definitiv nicht mein Lieblingstauchgebiet. Die Sicht war mässig und Sehenswertes hielt sich ebenfalls in Grenzen.








Zurück in der Basis entschied ich mich auch heute, dass ein Tauchgang genug ist. Ich meldete mich für den morgigen Tag wieder an und fuhr zurück ins Hotel, unter die Dusche und dem Ritual der Ohrenpflege.

Der Hunger zwang mich dann anstelle einer Siesta in ein Restaurant zu gehen, wo ich mir einen Caesar Salat gönnte.
Nach einer sehr kurzen Siesta fuhr ich nach Moalboal, um mir in der Apotheke einen Ingwer-Saft gegen meinen immer noch anhaltenden Husten zu kaufen.
Auf dem Rückweg, der voll mit den Schülern in Uniform war, besuchte ich Catherine, die älteste Tochter unserer befreundeten Familie, in ihrem Schulzimmer, wo sie als Lehrerin tätig ist.
Das Zimmer strotzte vor Einfachheit. Es war brütend heiss und ich konnte mir fast nicht vorstellen, dass Sie auf diesem kleinen Raum 24 SchülerInnen unterrichtet. In einem offenen Durchgang befand sich auch eine Küche, die den Namen jedoch nicht verdiente, die Ihr für Morgenessen und Mittagessen diente. Die Kochplatte war zerbrochen und nicht mehr zu gebrauchen, und auch der Rest war sehr spartanisch eingerichtet.
Nach einem herzlichen Gespräch verabschiedete ich mich, fuhr noch einmal zurück nach Moalboal ins Einkaufszentrum und kaufte für gerade einmal 40 Franken eine Induktionskochplatte inkl. Pfanne.
Catherine war noch am ausdrucken, was wahrscheinlich am Abend Ihre Hauptbeschäftigung ist, und war erstaunt, mich wieder in der Tür zu sehen. Die Übergabe dieses Geschenkes, die glücklichen und erstaunten Augen von Catherine zu sehen, war für mich sehr herzerwärmend.




Der Abend begann somit etwas später und verlief mit einer weiteren Portion Reis, Hühnchen und einem Bier an der Flanierstrasse.

Dienstag, 24. März 2026

23.03.2026 Sampanguita Wall

Beinahe hätte ich mich verschlafen. Das schlechte Gewissen weckte mich jedoch viertel vor sieben.
Ein Sprung aus dem Bett in die Badehose, und schon ging es Richtung Basis, noch rechtzeitig, dass es für einen Kaffee reichte bevor es aufs Boot ging. Mit nur 4 Tauchern und einer separaten Gruppe Tauchschüler fuhren wir in südlicher Richtung einer der weitesten Tauchplätze dieser Halbinsel, Panagsama an.
In der Nähe des uns bekannten Resorts „Homestate California“ sprangen wir ins Wasser und absolvierten einen wunderschönen Tauchgang an einer überhängenden Wand, die ausschliesslich mit Hartkorallen bewachsen war.

Ich „schlenderte“ mit einem grossen Abstand der Gruppe hinten nach und musste feststellen, dass diese nach 40 Minuten bereits wieder ins seichte Wasser auftauchten. Ich sah, dass sie bereits den Sicherheitstopp begonnen hatten. Mit Handzeichen gab ich dem Guide zu verstehen, dass ich weiss wo das Boot ist und dass ich mich nun vollends von der Gruppe abmelde. So konnte ich die letzten zwanzig Minuten alleine in vollkommener Stille meinen Tauchgang geniessen, bevor auch ich zur Bojenleine zurückschwamm, meinen Sicherheitstopp auf 5 Meter absolvierte und auf das Boot kletterte. Mein Finimeter zeigte zu diesem Zeitpunkt immer noch neunzig Bar an und so war das Ganze auch für den verantwortlichen Guide kein Problem mehr.









Die lange Fahrt, retour zur Basis, absolvierte ich wieder einmal trotz schönem Wetter schlotternd, sodass ich mich entschied, auf einen weiteren Tauchgang an diesem Tag zu verzichten, um nicht gleich wieder ins alte Fahrwasser zu fallen und die abklingende Erkältung wieder aufzufrischen.
So erreichte ich mein Zimmer und die Warme Dusche bereits kurz nach Mittag. Gönnte mir nach dem Duschen noch eine Stunde Bettruhe, bevor ich mir in meinem Restaurant Hackplätzchen an Pilzsause mit Fried Rice bestellte.
Die Hackplätzchen waren so superdünn, dass es da auch keine Rolle spielte, dass ich als Besteck lediglich Gabel und Löffel erhielt.

Da die Wolkendecke immer grauer wurde, verbrachte ich den Rest des Nachmittages auf der regengeschützten Terrasse des Hotels.

Die Pilz-Rahmsause mit dem Reis reichte auch noch für den Abend. So lies ich das Nachtessen aus, kaufte mir an der Strasse eine Portion Mango Float, die ich sogleich auf einer Steinmauer sitzend mit dem Plastiklöffel verdrückte.

Montag, 23. März 2026

22.03.2026 Pescador Caves

Trotz zweimaligem Hustenanfall gut ausgeschlafen, begab ich mich vor sieben Uhr in die Tauchbasis, begrüsste all die verschlafenen Diveguides, packte meine sieben Sachen und wartete mit einem Kaffee in der Hand auf das Boot. Auch der Bootsführer hatte wahrscheinlich eine strenge Nacht und traf erst mit einer Verspätung an der Basis ein.
Für den heutigen, morgendlichen Tauchgang waren wir lediglich vier Taucher auf dem Boot und erst noch mit einem Durchschnittsalter von über 60 Jahren. Alle anderen genossen wahrscheinlich den Samstag mit all den Partys, die es rund um den Beach gibt.
Wir sprangen bei „Lo Oc“ ins Wasser und konnten einen gemütlichen ersten Tauchgang ohne jegliche Sichtung weiterer Taucher in einer angenehmen Strömung, die uns sachte durchs Riff führte, geniessen.

Der zweite Tauchgang an der Insel Pescador sah dann schon wieder anders aus. Jetzt war die jüngere Generation auch bereits wach und das Boot füllte sich mit 18 Tauchern. Ebenfalls an der Insel waren wir nicht alleine und banden das Boot nicht an einer Boje, sondern an einem weiteren Tauchboot an.
Unter Wasser konnten wir trotzdem einen relativ ruhigen Tauchgang geniessen und zu dritt die Höhlen der Insel, die auf einer Tiefe von 20 Metern beginnen und bis auf 40 Meter runtergehen, ohne Störung anderer Taucher erkunden.
Auf dem Weg Richtung Boot, das in der Zwischenzeit eine Boje in unserer Tauchrichtung angefahren hatte, kreuzten wir dann doch noch eine Horde koreanischer Taucher. Ich habe schon viele Chaoten unter Wasser gesehen und diese Gruppe gesellte sich definitiv zu den Spitzenreitern.


Zum Glück war das nur ein kurzer Moment und wir konnten unseren Sicherheitshalt auf 5 Meter wieder alleine, ohne Angst von Flossen erschlagen zu werden, geniessen.














Die zwei Tauchgänge gingen nicht spurlos an mir vorbei und ich merkte die Müdigkeit in den Knochen. Für den morgigen Tag schrieb ich mir für den ersten Tauchgang definitiv ein, während ich für den zweiten Tauchgang lediglich provisorisch einen Platz auf dem Boot reservierte.

Den Rest des Nachmittages verbrachte ich dann auch mehrheitlich mit schlafen, dem Blog schreiben und einem kurzen Ausflug Richtung etwas Essbarem.
Da ich so spät mein Mittagessen hatte, konnte ich auf ein ausgiebiges Abendessen verzichten. Ich bestellte mir an der Strasse ein kleines Sandwich, das ich zusammen mit einem Bier und dem Zuschauen der „Völkerwanderung“ genoss.