Montag, 9. März 2026

08.03.2026 Nitas Geburtstag

Unter einem grau verhangenen Himmel startete ich mein Unterfangen, noch einmal einen Tauchgang am Hausriff bei den Sardinen zu machen. Diese Mal in einer Gruppe von vier Personen.
Einmal den Schwarm erreicht, verlor ich die Gruppe, was mir jedoch Sch..Egal war und genoss einfach das Durchschwimmen und Beobachten dieses gigantischen Schwarms, der so „leichtflossig“ jedem noch so aufdringlichen Schnorchler und Taucher Platz machte, was wie ein sich dauernd wechselndes Gemälde aussah. Ab der fünfzigsten Minute, auch hier ist die gesetzlich vorgeschriebene maximale Tauchzeit 60 Minuten, begab ich mich zurück zum Riff. Da ich nun diesen Platz bereits kannte, konnte ich auch ohne Guide gemütlich wieder in Richtung „Ausgang“ tauchen, wo ich dann auch wie erwartet die Gruppe wiederfand. Gemeinsam machten wir auf 5 Meter den Sicherheitshalt, tauchten über das Riffdach, bis die Knie den Boden berührten, und schleppten uns mit dem Material wieder zurück in die Basis.









Nach dem Duschen, dieses Mal ohne Wasserprobleme, und dem obligaten Lunch verbrachte ich den Nachmittag bei strömendem Regen in der geschützten Terrasse des Hotels.
Bereits früh am Abend machte ich mich fertig, zu unserer seit mehr als 12 Jahren befreundeten Familie Tapales zu gehen, da Mutter Nita heute ihren 56. Geburtstag feiern durfte. Aus diesem Anlass habe ich die ganze Familie zum Nachsehen in Ihrem Wunschlokal eingeladen.
Nita hatte mich bereits von weitem gesehen und begrüsste mich mit Ihrem Geburtstagsgeschenk auf der Nase. Ihre erste auf Sie abgestimmte Brille, die ich gemeinsam mit Ihrer Tochter Catherine organisieren konnte.
Nach einem kurzen Treffen mit dem Vater stand fest, dass dieser am sonntäglichen Hahnenkampf zu tief ins Glas geschaut hat und somit das Essen verpassen wird. Die Töchter waren noch mit dem „Malkasten“ vor dem Spiegel beschäftigt. Kurze Zeit darauf fuhren wir mit Motorrädern und Tricycel los Richtung Restaurant.
Die Qual der Wahl auf der Menükarte, ein Lieblingsgericht, und mein inständiges Protestieren, ein Menü nicht wegen des günstigeren Preises auszuwählen, war mit dieser doch so scheuen und zurückhaltenden Familie ein recht langer Prozess.








Ein gemütlicher, herzerwärmender Abend ging viel zu schnell vorbei. Wir wurden vom gleichen Taxifahrer wieder abgeholt und zurückgebracht. Noch ein kurzer Absacker in Form eines Bieres bei der Familie und schon musste ich mich Richtung meines Bettes aufmachen, da am nächsten Tag wieder ein Tauchtag mit zwei Tauchgängen angesagt war.

Sonntag, 8. März 2026

07.03.2026 Sardinen soweit das Auge reicht

Gespannt, was mich heute am Hausriff erwartet stellte ich, nach dem obligaten Kaffee noch vor sieben Uhr, mein Tauchmaterial zusammen, montierte das Blei direkt an der Basis an mein Vesti und schleppte das ganze „Gerödel“ direkt vor der Basis zum Wasser.
Mir wurde heute den Luxus zuteil, dass ich einen Guide nur für mich hatte.

Bei hüfthohem Wasser liessen wir uns fallen und schwammen über das von den abertausenden Tauchern und Schnorchler völlig zertrampelte Riffdach an die Riffkante, wo wir uns bis auf 15 Meter fallen liessen. Wie schon auf dem Riffdach waren wir auch in dieser Tiefe nicht alleine und mein Guide musste höllisch aufpassen, mich nicht zu verlieren.
Bereits nach wenigen Minuten Tauchen erreichten wir den weltbekannten Sardinenschwarm von Moalboal, ein Schiwarm von gigantischem Ausmass, der sich trotz all der Touristen mit ihren Kameras, GoPros und Selfisticks nicht aus der Ruhe bringen lässt und seit Jahren diesen doch so frequentierten Ort nicht gegen ruhigeres Gewässer austauscht.

Einmal diesen Schwarm gesehen, gab es auch für mich kein Halten mehr und ich durchquerte die abertausenden von Fischen in allen Himmelsrichtungen. Mein Guide hatte seine Liebe zur Mühe, mir zu folgen, während er jedoch in störrischer Ruhe eine Stunde lang aushielt.

Das ewige Auf und Ab machte sich am Ende des Tauchganges auch an meinen Ohren bemerkbar, sodass ich mich entschied, es bei einem Tauchgang am Tag zu belassen, um nicht meine weiteren Tauchferien zu gefährden, und schrieb mich somit gleich für den nächsten Tag für einen weiteren Tauchgang in diesem Schwarm ein.











Zurück im Zimmer, den Kopf immer noch voll von diesen Bildern, seifte ich mich unter der Dusche gehörig mit Seife ein. Als ich dann zum Abwaschen der Seife kam, versagte mein schon immer recht spärlicher Wasserdruck komplett und ich stand nun da, sauber eingeseift und ohne eine Möglichkeit, diese wieder abzuwaschen oder mich in dieser Situation bei der Rezeption zu melden. Ich versuchte lange Zeit, mich mit dem spärlichen Wasser, das noch aus dem Wasserhahn am Waschbecken tropfte, von der Seife zu befreien, was mehr recht als schlecht gelang.

Noch voller Seife und in Badehosen begab ich mich dann doch an die Rezeption, um mein Malheur zu melden. Ein freundliches Kichern, eine Entschuldung und ein Umstellen auf einen zweiten Wassertank waren das Resultat und ich konnte endlich mein duschen beenden.

Sauber geduscht und von der Seife endlich befreit, ging es dann zu einem kleinen Lunch an der Strasse und zu einem weiteren gemütlichen Nachmittag auf der Terrasse des Hotels.
Auch den Abend verbrachte ich unweit des Hotels in einer Bar und genoss das allsamstägliche Schaulaufen der Touristen und der Einheimischen Bevölkerung.

Samstag, 7. März 2026

06.03.2026 Day Off

Nach all den Tauchgängen brauchte mein Körper eine Verschnaufpause. Die innere Uhr weckte mich jedoch bereits um sechs Uhr, sodass ich die Klimaanlage einschaltete und einen weiteren Versuch einzuschlafen startete. Dies gelang und ich erwachte erst um halb neun.
Nach der Dusche begab ich mich in ein Restaurant, gönnte mir ein weiteres philippinisches Morgenessen mit Reis und Spiegeleier.
Zurück im Zimmer machte ich mich fertig, den Tag im Markt von Moaboal zu verbringen. Dick eingeschmiert, mit Hut und Sonnenbrille stieg ich dann auf mein Motorrad und folgte dem steten Strom von Motorrädern und Tricycles Richtung des Städtchens. Mein Motorrad gab ich vor dem Jolibie (einer philippinischen Fast-Food-Kette) für zehn Rappen einem Parkboy in die Obhut und machte mich zu Fuss daran, das Hafengebiet und den Markt mit all seinen Farben und Gerüchen zu geniessen.
Das erste Mal in diesen Ferien machte mir die brütende Hitze zu schaffen, die man an Tauchtagen mit den Stunden unter Wasser nicht merkte.
In einer Imbissbude am Gemüsemarkt gönnte ich mir eine Auszeit mit einem Mangoshake und einem kühlen Bier, bevor ich noch das Casino, ein großes Einkaufscenter, besuchte, danach trat ich wieder die Rückreise in mein wohl klimatisiertes Zimmer an.














Eine ausgiebige Siesta, dieses Mal jedoch unter der Klimaanlage, durfte nicht fehlen, bevor ich am Abend für mein leibliches Wohl und des Flüssigkeitshaushalts noch einmal ausging. Da der morgige Tag jedoch wieder mit Tauchen in der Früh begann, war ich schon bald wieder auf meinem Zimmer und genoss die Nachtruhe.

Freitag, 6. März 2026

05.03.2026 Airplane Wreck

Jetzt wollten Sie aber wissen. Anstelle des kleineren Auslegerbootes mit Außenborder, dass bei Wellen nicht gerate seine Stärken ausspielen konnte, stellten sie ein recht grosses Boot für die wenigen Taucher, die am Morgen in aller Herrgottsfrühe unbedingt tauchen wollten.
Mit lediglich acht Tauchern beladen nahmen wir Kurs auf den Tauchplatz Airplane Wreck. Wie es der Name schon verspricht, erwartete ich auch einen Wrecktauchgang.
Recht gesittet fuhren wir durch die immer noch großen Wellen der Insel entlang Richtung Norden und erreichten den Platz in kaum mehr als einer halben Stunde.

Beim Briefing über diesen Tauchplatz wurde dann auch das Geheimnis gelüftet. Vom Wreck, das wirklich einmal ein Flugzeug war, befindet sich lediglich noch ein Flügel in Tauchtiefe, der Rest des Flugzeuges wurde über die Jahre und die vielen Stürmen in die unendlichen Tiefen des Meeres verfrachtet. Der Tauchgang ansonsten war dann bei mäßiger Sicht, man ist hier ja auch schon verwöhnt, und durchzogenem Korallenbewuchs, nicht in den vordersten Rängen von Moalboal anzusiedeln. 
Nach einer Stunde Tauchen und einer Stunde Oberflächenpause an der Basis fuhren wir, in dieser Wetterlage sichersten Tauchplatz auf Pescador, wo wir eine weitere Stunde an der wunderschönen Steilwand verbrachten.
Der Tauchgang war ein sogenannter „back to Boat“ Tauchgang. Das heißt, dass alle Taucher wieder selber zurück zum Boot finden müssen und das Boot uns nicht an einer frei gewählten Aufstiesstelle abholen kommt.














Zurück auf dem Boot behielt ich in leiser Vorahnung auch die Kopfhaube auf, da ich wieder eine sehr wasserreiche Rückfahrt gegen die Wellen erwartete.
Nach zwanzig Minuten, als ich bereits wieder an zu schwitzen begann und die Haube schon längst ausgezogen habe, wurden wir dann informiert, dass es ein Problem mit dem Motor gibt und ein Mechaniker vom Festland angefordert wurde. Dieser kam dann auch mit einer sehr dürftigen Werkzeugtasche und versuchte eine weitere Stunde, den Motor wieder zum Laufen zu bringen.
Dieses Unterfangen war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und so mussten wir die Überfahrt zur Basis mit einem kleinen Trailer in Angriff nehmen, wo wir mit einer Verspätung von über zwei Stunden dann auch endlich ankamen. Die Tauchausrüstungen blieben auf dem Boot und so musste ich mich lediglich meines Anzuges entledigen, auswaschen und aufhängen, und schon war ich mit meinem Motorrad wieder auf dem Weg zurück ins Hotel.




Die ganze Zeit im Neoprenanzug in dieser Hitze laugte mich so aus, dass ich nach einer kühlenden Dusche zuerst einmal die „News von meinem Kopfkissen abholen“ musste, was sehr schnell in einen Tiefschlaf wechselte und ich erst gegen 20 Uhr wieder erwachte.

Noch den Blog schreiben und danach musste ich mich schon fast beeilen, dass ich noch etwas zwischen die Zähne kriegte. Anstelle der Siesta auf meiner Terrasse durfte ich nun in einer Bar, am einen der Strasse nahegelegenen Tisch, dem nächtlichen Treiben von Panagsama Beach zuschauen.