Donnerstag, 5. März 2026

04.03.2026 Tuble Marine Sanctuary

Die Wolken haben seit dem Vortag wieder zugenommen und damit auch die Wellen. Wir schaukelten mit unserem kleinen Boot, das zwar die typisch philippinischen Ausleger hatte, jedoch lediglich ein 60PS Außenborder, gehörig durch die Wellen Richtung Airplane Wreck. Das Boot, gefüllt mit 8 Tauchern, musste jedoch in der Mitte der Strecke bereits klein beigeben. Die Wellen und vor allem auch deren Richtung, die fast quer zum Strand verlief, versprachen immer schlechter werdende Bedingungen.
So stiegen wir bereits vor dem Withe Beach ins Wasser.
Wie immer war unsere kleine Gruppe die erste und durfte feststellen, wie die Strömung verlief und in welche Richtung wir somit zu tauchen hatten.

In den letzten Tagen hatte ich demnach schon schönere Plätze gesehen. Das Riffdach war durch einen früheren Taifun stark in Mitleidenschaft gezogen worden und die Korallenvielfalt, vor allem auch die doch schon gewohnten Farben, konnten hier nicht so bewundert werden.

Dennoch tauchten wir bei einer verwunderlich kleinen Strömung gemächlich durchs Riff und fanden auch hie und da schöne „Ausschnitte“.

Der zweite Tauchgang absolvierten wir dann einmal mehr an der Steilwand vor der Insel Pescador, die, bei solchem Wetter, zwar mühsam zu erreichen ist, sich von der Unterwasserwelt und den Sichtweiten jedoch meistens von seiner besten Seite zeigt.










Den Rest des Tages verbrachte ich wie gehabt auf der Hotelterrasse, die ich nur für einen kleinen Imbiss nach dem tauchen und einem ausgiebigen Nachtessen mit anschliessendem Bier am Abend verliess, bevor ich noch ein zweites Mal versuchte zu duschen. Der erste Versuch nach dem Tauchen fiel buchstäblich infolge Wassermangel ins „trockene“ fiel bzw. konnte nur punktuell durchgeführt werden.

Mittwoch, 4. März 2026

03.03.26 Lo Oc

Den Kaffee kriege ich nun vor Sieben Uhr am Morgen immer auf der Tauchbasis. Die ist auch die einzige Zeit, wo man noch eine verhältnismäßig saubere Tasse kriegt. Wenn der Tauchbetrieb einem läuft, sind die zehn vorhandenen Tassen schnell verbraucht und es bleibt dir nichts anderes übrig, als das zu nehmen, was es gibt.

Schnell noch in den Anzug „springen“, die Geräte zusammenbauen und schon ging es mit dem Boot auf den ersten Tauchgang. Wie alle Tauchgänge hier begann auch dieser auf einem Riffdach in einer Tiefe von ca. 5 Metern und fiel dann kontinuierlich ab bis ins Unendliche.
Innerhalb einer kleinen Gruppe mit dem Diveguide und einem finnischen Paar „schlenderten“ wir gemächlich durch das Riff, wobei ich heute meine Ruhe wollte und mich auf Sichtweite zurückfallen liess, um das Riff in seiner Einsamkeit, wenn man die vielen Fische nicht dazuzählt, zu geniessen.

Da die Wassertemperatur in diesem Jahr lediglich 26 Grad aufweist und die Überfahrten mit dem Boot nie trocken ausfallen, brauchte ich auch heute die Oberflächenpause an der Basis, um mich noch im nassen Anzug direkt an die Sonne zu setzen und mich für den nächsten Tauchgang aufzuwärmen.

Der zweite Tauchgang absolvierten wir in der gleichen Besetzung an der Insel Pescador. Bei leichter Strömung, die jeden Flossenschlag überflüssig machte, liessen wir uns auf 30 Meter abfallen und zogen so sukzessive aufsteigend, gemächlich der Steilwand entlang, bis auch diese Stunde viel zu früh zu Ende war und das Boot bereits beim Sicherheitsstop auf 5 Meter auf uns wartete.













Der Einstieg ins Boot, wie auch die darauf folgende Rückfahrt zur Basis, wurde durch den hohen Wellengang und das verhältnismässig kleine Boot eher zur Tortur, sodass wir alle froh waren, an der Basis anzukommen, unsere Sachen zu verstauen und eine kurze kalte Süsswasser-Dusche zu nehmen, bevor es zurück in mein Zimmer ging.

Ich parkierte das Motorrad, verstaute meine Sachen, zog trockene Kleider an und begab mich gleich in das 50 Meter entfernte philippinische Restaurant, um mir ein spätes Morgenessen, wie immer aus Reis mit Würsten, Cornbeef oder vertrocknetem Schinken, zu gönnen.
Um zwei Uhr musste ich jedoch zurück im Hotel sein, da ich die Hoteleigene Masseurin für eine Stunde durchkneten gebucht hatte.

Eingeölt wie eine Sardine frisch aus der Büchse, startete ich danach meine schon traditionelle Siesta-Zeit auf der Hauseigene Terrasse, wo ich den Rest des Nachmittags gemütlich alleine verbringen durfte.

Den Tag beendete ich mit einer Pizza und einem Bier, für mehr gaben meine Kräfte nach zwei Tauchgängen und einer Massage nicht mehr hin.

Dienstag, 3. März 2026

02.03.2026 Sampanguita Reef

In dieser frühen Morgenstunde, vor 7 Uhr, wo ich mit meinem Motorrad Richtung Tauchbasis gefahren bin, hielt sich der Verkehr noch sehr in Grenzen. Ein Paar verschlafene Koreaner mit ihren farbigen Schwimmwesten und den langen FreeDive Flossen, Gemüselieferanten und ein paar grimmig dreinblickende Einheimische, die den Weg zu ihrer Arbeit aufnahmen. Ebenfalls das Parkieren meines Gefährtes direkt an der Tauchbasis war zu meinem Erstaunen sehr einfach.
Bevor ich mich jedoch um mein Material kümmerte, genehmigte ich mir zuerst einen von der Basis zur Verfügung gestellten Pulverkaffee, den man selber aus den verklebten Dosen zusammen mixt und am Wasserspender, der zu meinem Erstaunen auch warmes Wasser liefert, fertigstellt.
Die Basis bevölkerte sich dann rasch mit weiteren Tauchern und dem einheimischen Personal.
Ich zog meinen Neopren an, packte alle meine Sachen zusammen und durfte mit Hilfe eines Trägers, der mir die Luftflasche mit Vesti abnahm, bereits um viertel nach sieben aufs Boot steigen.
Bevor wir abfuhren, verstärkte sich die Gruppe noch um vier weitere Taucher und zwei Diveguides.

Der erste Tauchgang absolvierten wir am Sampanguita Reef, das auf 5 Metern ein flaches Rifdach und dann eine steil ins Unendliche abfallende Riffwand auswies. Da es bei tiefster Ebbe absolut keine Strömung hatte, konnte ich mit meinem Guide die Wand in allen Tiefen geniessen.
Nach einer Oberflächenpause mit Pulverkaffee ging es dann im zweiten Tauchgang, nun mit weiteren „ausgeschlafenen“ Tauchern, um 10 Uhr 30 Richtung der Insel Pescador, die wiederum von den Behörden als Naturschutzgebiet auserkoren wurde.(Wahrscheinlich nur, dass sie pro Boot ihre 500 Pesos kassieren können.)
Ein wunderschöner Tauchgang ging schnell zu Ende und wir traten eine holprige Überfahrt zurück zur Basis an.
Ich hatte in der Zwischenzeit ein eigenes „Garderobe-Abteil“ erhalten, wo ich mein Gerödel zum Trocknen aufhängen kann und ich mir so den jeweiligen Transport vom Hotel zur Basis ersparen kann.












Alles eingerichtet ging es zurück ins Hotel, um meine alltägliche „Zeremonie mit Duschen, Siesta, Lesen und Blogschreiben“ beginnen zu können.
In der Zwischenzeit wurde es dunkel und mein Magen machte sich auch bemerkbar. So machte ich mich auf den Weg, ein für diesen Abend passendes Restaurant zu finden. In all den koreanischen Restaurants (diese haben hier in den letzten Jahren überhand genommen) fand ich ein Restaurant das Ramen anbot. Da kann man auch hier nie falsch liegen und es war auch vorzüglich.

Noch ein Bier in einer nahegelegenen Bar und schon war wieder Bett-Time angesagt.

Montag, 2. März 2026

01.03.2026 First Day Moalboal

Die Strapazen der Reise brachten mich gestern früh ins Bett, sodass ich nach über acht Stunden Schlaf bereits vor 7 Uhr erwachte.
Steif wie ein Brett, oder eben wie sich auch das Bett anfühlte, lockerte ich mich erstmals mit ein paar Turnübungen, die mich jedoch sogleich ins Schwitzen brachten. Eine kalte Dusche und das Anstellen der Klimaanlage sorgten jedoch schnell für Abhilfe.

Da es in diesem Hostel kein Restaurant gibt, begab ich mich auf die Straße, wo ich bereits nach 50 Metern eine Auswahl von mehreren Restaurants habe, die mir alle gerne ein Frühstück verkaufen. Ich wählte das erstbeste, bestellte mir ein philippinisches „Hot Silot“, zwei Würste, die eigentlich den Namen nicht verdienten, ein Spiegelei und Reis. Mit genügend Nachsalzen war dann das Essen nicht nur genießbar, sondern sogar gut.

Wieder zurück im Hostel vereinbarte ich ein Treffen mit dem Manager, um einer der beiden Motorräder, die vor dem Haus stehen, für die nächsten 30 Tage zu mieten. Wir wurden uns schnell auf einen Spezialpreis von 7500 Peso, was ca. 100 Schweizerfranken entspricht, einig und ich erhielt Schlüssel und Helm, woraufhin ich ab sofort wieder selbständig mobil war. Diese Mobilität hatte ich dann auch gleich ausgenutzt.

Mit dem Vorsatz einer kleinen Spritztour, um das Gefährt kennenzulernen, startete ich planlos in eine Richtung, bis ich nicht mehr wusste, wo ich war. Mit Google Maps stellte ich dann fest, dass ich in die Richtung With Beach gefahren war. Da ich schon so weit gefahren bin, entschied ich mich, gleich diesen ominösen Strand zu besuchen.

Das Schlendern am Strand brachte mich an diesem Tag bereits das zweite Mal ins Schwitzen, so dass ich mir in einem der wenigen Strandrestaurants eine ordentliche Abkühlung gönnte, bevor es über das Städtchen Moalboal zurück an den Strand von Pnangsama ging, wo ich mich bei einem mir schon bekannten Dive Center für den morgigen Tag zum Tauchen einschrieb.







Staubig, verschwitzt, aber glücklich, wieder ein eigenes Gefährt und dem Hintern zu haben, beendete ich meine Tour mit einer Dusche in meinem Zimmer, einer Siesta auf der Hotelterrasse, die mit zwei Hängematten und einer hauseigenen, bedienten Bar ausgestattet ist.

Einen grossen Teil des Abends verbrachte ich bei der Familie Tapales, einer Familie, die uns in den letzten 12 Jahren ans Herz gewachsen ist, bei Bier, Chips und einem formidablen Mangoflan von Catherine.
Danach war ich nur noch kurz, für einen Absacken in einer Bar, und schon rief mich das Bett zurück in mein Zimmer.

Samstag, 28. Februar 2026

27/28.02.2026 Dauin - Moalboal

Schon wieder liegen zwanzig atemberaubende Tauchgänge hinter mir. Den Tag verbrachte ich in der Tauchbasis, um meine Tauchgänge abzurechnen und mein Tauch-Equipment so zu verstauen, dass es auf dem Motorrad transportierfähig war. Auf meinem Balkon hinter an der Sonne hängte ich es auf, um die Trocknungszeit zu maximieren. Am Nachmittag entspannte ich mich dann lesend und schlafend auf dem Balkon, bevor ich mich ans Einpacken meiner Habseligkeiten machte. Abgesehen von ein paar T-Shirts, die ich mir in Cebu gegönnt habe, hat sich mein Gepäck seit meiner Abreise kaum verändert. Das Einpacken und vor allem das Schließen der Tauchtasche fühlte sich jedoch an, als wäre ich zwei Wochen auf Shoppingtour gewesen.




Den Abend verbrachte ich dann noch ein letztes Mal mit Stefan, dem Schweizer, den ich in Dauin kennenlernte und der auch vor Ort einen eigenen Wohnsitz hat, in Dumaguete in einem wunderschönen, ja schon fast museumsreifen Haus, das im Hochland von Cebu abgebaut und in Meeresnähe von Dumaguete wieder aufgebaut und als Restaurant umfunktioniert wurde. Nach dem Nachtessen machten wir noch eine Tour durch die Bars an der Promenade und schon war es an der Zeit, meine letzte Nacht in Negros anzutreten.







Gut ausgeschlafen verstaute ich meine letzten Sachen im Gepäck, gönnte mir zum Abschluss noch eine Omelette im Hotel, brachte mein Motorrad frisch getankt dem Vermieter zurück, organisierte einen Träger für mein Gepäck, das mir alleine zu schwer war, die Treppe runter zu tragen, und wartete dann auf Stefan, der sich angeboten hat, mit meinem Auto zum Fährhafen von Sibulan zu bringen.

Bereits nach einer kurzen Wartezeit von weniger als dreissig Minuten durfte ich mit meinem frisch gekauften Ticket für umgerechnet CHF 1.80 die Fähre nach Liloan betreten. Das Meer war mir gut gesonnen und die Überfahrt gestaltete sich sehr ruhig. Lediglich die Sitzen auf den schmalen Holzbänken im komplett überfüllten Schiff war für meine langen Beine eine Herausforderung.

In Liloan angekommen wartete bereits ein Bus mit der mir bekannten Farbe. Dieser fuhr jedoch in die andere Richtung und ich wurde vom Fahrer auf einen weiteren Bus verwiesen, der kommen sollte. Nach über einer halben Stunde warten, ich war definitiv der Letzte der noch auf dem Hafengelände herumstand, fragte ich mich dann durch und musste feststellen, dass infolge einer Baustelle dieser Hafen für die Richtung nach Moalboal nicht angefahren wurde. So organisierte ich mir ein Tricycle und liess mich in Richtung Moalboal zum Busterminal von Santander bringen, wo ich dann auch von einem Bus aufgenommen wurde, der mich nach Moalboal brachte.

In Moalboal ankommen, wollten mich wie überall eine Horde Tricycle-Fahrer für die Weiterfahrt nach Panagsama für sich gewinnen. Ich wählte einen hageren, älteren Fahrer aus, von dem ich annahm, dass er wieder einmal eine so richtig gewinnbringende Fahrt mit einem Touristen nötig hatte. Er bedankte sich höflich und bat mich zu warten, dass er sein Fahrzeug holen konnte. Ich musste dann feststellen, dass dies keines der Fahrzeuge war, die auf dem Parkplatz standen, und er nach kurzer Wartezeit mit einer Rostlaube um die Ecke kam, der ich keine zehn Meter mit meinem, doch nicht so geringen Kampfgewischt und meinem Tauchgepäck zutraute.

So war es auch. Wir wurden von allem, was irgendwie Räder hatte, überholt, und nur wenn es bergab ging, konnte er sich den zweiten Gang leisten, ohne den Motor gleich abzuwürgen. Trotz allem erreichten wir nach geraumer Zeit mein gebuchtes Hotel, und ich durfte das massiv unbequeme Gefährt endlich verlassen.





Das Einchecken war schnell erledigt, und ich durfte mein Zimmer beziehen und für die nächsten vier Wochen einrichten. Er reichte noch für einen Spaziergang durch das mit Touristen gefüllte Panagsama, einen Mangoshake und eine Bier auf einer mir bereits bekannten Terrasse über dem Meer. Auch für das Tauchen habe ich mich bereits eingeschrieben und werde ab Montag früh meine weiteren Tauchgänge in Moalboal absolvieren.



Für den Abend habe ich mir nichts vorgenommen. Ich werde mich wahrscheinlich ins Gewühl von Panagsama begeben, mir was zwischen die Zähne suchen und mich irgendwo an eine Bar setzen, wo ich das Treiben eines Samstagabends beobachten kann.