Donnerstag, 19. März 2026

18.03.2026 Dreamcatcher

Wie der Hotelname „Dreamcatcher“ versuchte ich, meinen Traum, die Erkältung bei 30 Grad im Schatten auf der Hoteleigenen Terrasse zu fangen und endlich loszuwerden. Leider funktionierte auch am Morgen der Druckausgleich in meinem linken Ohr immer. nch nicht, und so waren ein oder zwei Tauchgänge am heutigen Tag schlicht unmöglich.
Mein Hintern schmerzte ebenfalls noch von meiner Ausfahrt in die Bergen vom Vortag, sodass ich entschloss, mich heute einfach einmal ruhig zu verhalten. Ausser einem morgendlichen Ausflug in die Wäscherei, wo ich 3 Kg Stinkware ablieferte, die ich am Abend gut riechend wieder erhielt, und einem Spaziergang ans Meer, der mit einer Cola in einem Strandrestaurant unterbrochen wurde, verbrachte ich den Tag meistens liegend und lesend in der Hängematte. Die körperlich grösste Anstrengung, die ich heute unternahm, war mit Sicherheit das ständige Eincremen mit einem hohen Sonnenschutzfaktor. 








Da die Bewegung und jegliche sportliche Aktivitäten fehlten, verspürte ich auch erst am Abend einen kleinen Hunger, den ich in einem nahegelegenen Restaurant stillte. Die Kellnerin, die die gleiche Grösse wie ich aufweist, wenn ich sitze und sie steht, kennt mich schon so gut, dass die Cola Zero mit einem Glas voller Eis bereits mit der Speisekarte an meinen Tisch gebracht wurde. Ich verdrückte ein „Crevetten Sisig“. (Crevetten gekocht in einer Sojasauce zusammen mit dem wenigen Gemüse, das auf den hiesigen Märkten angeboten wird und einem Haufen Reis.) Die klebrigen Hände, da die Creveten leider nie geschält an den Tisch kommen, versuchte ich mit den paar WC-Papierbüchlein, die mir zur Verfügung standen, zu reinigen, was mir jedoch nicht gelang. So musste ich meinen üblichen, abendlichen Spaziergang zur Flanierstrasse mit einem Umweg ins Hotel zum Händewaschen antreten.

Mittwoch, 18. März 2026

17.03.2026 Budolt Spring

Wie bereits in der Nacht zuvor weckte mich der Husten einige Male. An Tauchen war nicht zu denken, so meldete ich mich bei der Basis um sieben Uhr in der Früh ab und legte mich noch einmal hin.
So gegen neun gönnte ich mir ein philippinisches Frühstück, das für den ganzen Tag ausreichen sollte.
Ich packte Helm und Motorrad, befestigte mein Handy an der altertümlichen Halterung und machte mich auf den Weg in die Berge. Auf der Karte fand ich eine Quelle, die ich mir ansehen wollte.
Die Strecke führte mich durch Moalboal hindurch und dann in einer steten Steigung den Berg hinauf. Je weiter ich hinaufkam, desto steiler wurde es und desto schlechter wurde auch die Strasse. Nach ca. vierzig Minuten brannte der Hintern wie auch die Armmuskulatur so, dass ich mich an den Strassenrand setzen musste, um mich erst mal zu erholen, bevor ich die letzte Etappe in Angriff nahm. Diese hatte es in sich. Die Beine weit von mir gestreckt, mehr laufend als fahrend, brachte ich es noch ca. einen Kilometer weit, bis gar nicht mehr ging. Ich schloss das Motorrad ab, befestigte den Helm am Lenker und absolvierte die letzte Strecke zu Fuss.
Die Quelle habe ich dann nach ca. einer Viertelstunde auch gefunden. Weit und breit keine Menschen oder, wie es hier auch so üblich ist, irgend ein Krämerladen, wo man sich etwas zu Trinken hätte kaufen können. So verbrachte ich meine Zeit an der Quelle alleine respektive zusammen mit einer Maria-Statue, erkundete noch ein bisschen die Umgebung und wanderte dann gemächlich wieder zurück zu meinem Motorrad.















Da ich bereits auf der Hinfahrt für die letzte Strecke mein Handy im Sack verstaute, da ich der Halterung diese Schütteln nicht zutraute, blieb es auch auf der Rückfahrt in meinem Hosensack. Das Ergebnis kam postwendend und ich verfuhr mich komplett. In einer Region, wo ich wieder eine einigermassen, für philippinische Verhältnisse normale Strasse unter den Rädern hatte, orientierte ich mich neu und fuhr dann in einem weiten Bogen über Ronda und Allegra, wo ich mir noch einen kalten Kaffee, sprich Wasser mit Kaffeegeschmack und Eiswürfeln gönnte, zurück nach Moalboal.
Die Sonne war bereits am untergehen und dieses Spektakel wollte ich von der Hafenmauer mit einer Mangoshake in der Hand miterleben.





Da es hier nach Sonnenuntergang sehr schnell dunkel wird, fuhr ich die letzten Kilometer zu meinem Hotel in der Dunkelheit zurück.
Verschwitzt, müde und schmutzig erreichte ich das Hotel, wo ich mir als erste eine Dusche gönnte, bevor ich mit dem Blog schreiben anfing.

Dienstag, 17. März 2026

16.03.2026 Kassai Reef

Der Himmel war blau, der Wind hatte sich beruhigt und das Meer war wieder so richtig ruhig. Mit lediglich drei Tauchern und zwei Guides (es war ja auch Montagmorgen) fuhren wir gemütlich Richtung Kassai Reef.
Ich hatte wieder die Ehre, einen Guide für mich alleine zu haben, was heute auch mein Glück war.
Bereits in der Nacht weckte mich ein Husten und eine verstopfte Nase einige Male. Die Papier-Nastücher sind schon lange aufgebraucht und ich musste mir meine Nase wie die einheimischen aus der bekannten Rolle mit den einzeln perforierten Blättern meine Nastücher in geeigneter Grösse zurecht falten.
Einmal auf einer Tiefe von 5 Metern angekommen, ging nichts mehr. Trotz aller Verrenkungen mit Hals, Mund und Zunge, wie auch einer Salzwasserspülung (Maske weg, Wasser durch die Nase einziehen und durch den Mund ausspucken), konnte ich keinen Druckausgleich im linken Ohr mehr machen.
Meinem Guide, der geduldig auf mich wartete und meine Bemühungen interessiert verfolgte, gab ich dann zu verstehen, dass wir den Tauchgang in dieser Tiefe zu absolvieren haben. So tauchten wir die ganze Stunde in der 5-Meter-Tiefe an der Riffkante entlang und konnten trotz allem noch etliches Sehen und Geniessen.






Für mich war somit der Tauchtag nach diesem Tauchgang auch schon wieder beendet.
Ich fuhr nach Hause, behandelte meine Ohren mit den altbekannten Tauchertropfen und spülte sie dann infolge fehlendem Wasser in der Dusche mit Mineralwasser aus.
Ich organisierte ein weiteres Mal an der Rezeption, dass auf einen neuen Tank umgestellt wurde und die Wasserpumpe wieder in Betrieb genommen wurde, sodass auch ich noch richtig duschen und meine Ohren ausspülen konnte.
Mit einer speziellen Salbe vollgestrichenen Ohren machte ich mich dann auf den Weg zu einem Lunch, den ich in einem einfachen philippinischen Restaurant zu mir nahm. Ich bestellte „Chicken Sisig“ und erwartete Hühnerfleisch. Doch es kam Hühnerleber mit viel Ingwer und wenig Reis.
In der Hoffnung, dass der Ingwer meine Erkältung schneller wegputzt ass ich trotzdem die ganze Platte und bestellte mir danach noch einen Mango Shake, um meinen Geruch im Mund doch noch ein bisschen aufzufrischen.

Den Nachmittag verbrachte ich in erster Linie hustend und schniefend auf der Terrasse, probierte es noch mit einem „Gesundheitsschlaf“, bevor ich mir noch eine weitere Schicht Salbe in die Gehörgänge strich und mich auf ein Nachessen an der Flanierstrasse aufmachte.

Wie der Tag begonnen hat, beendete ich den Tag immer noch hustend und schniefend.

Montag, 16. März 2026

15.03.2026 Pescador Island

Bei einem Blick aus dem Fenster noch vor 7 Uhr zeigte sich ein blauer Himmel, was schon mal ein Anfang ist, dass sich das Wetter wieder beruhigen könnte. Ebenfalls, als ich kurz vor Zehn Uhr in der Basis eingetroffen bin, konnte ich feststellen, dass die Wellen zwar immer noch hoch waren, die Insel Pescador von den Behörden jedoch wieder freigegeben wurde.

Ich war nicht der Einzige, der diesen Umstand ausnutzen wollte. Das Boot war rappelvoll mit 20 Tauchern. Zum Glück durfte ich mit einem Guide und einem taucherfahrenen französischen Paar ins Wasser springen und wir tauchten in die entgegengesetzte Richtung als alle anderen Taucher um die Insel, respektive um die halbe Insel, wo das Boot dann wieder auf uns wartete.
Nach einer Stunde unter Wasser, wo wir die Strömung immer wieder aus einer anderen Richtung wahrgenommen haben, tauchten wir als letztes Team beim Boot wieder auf. Die starken Hände der Bootscrew halfen uns für den Aufstieg aufs Boot, und schon wurden wir durch die Wellen wieder zurück zur Basis geschaukelt.










Da ich den ersten Tauchgang ausgesetzt habe, war für mich der Tauchtag somit auch schon wieder gelaufen. Und das nachmittägliche Ritual konnte beginnen.
Die Siesta wurde nur durch den Umstand verkürzt, dass ich am frühen Abend mit den drei Kindern unserer befreundeten Familie zum Pizzaessen verabredet war. Wir besuchten gemeinsam, zu viert auf zwei Motorrädern, das Restaurant Altrove, das eine sich italienisch schimpfende Küche, einen wunderbaren Garten und Terrasse hatte, die man nur barfuss betreten durfte.
Mit meinem Glauben, dass die jungen Philippiner am liebsten Pizza haben, lag ich jedoch falsch, es wurden neben Pizza Hawai (etwas anderes essen die Philippinen nicht) auch Nudeln carbonara bestellt.
Der Rest, der nicht gegessen wurde, verpackte das Personal fein säuberlich in eine Plastiktüte, die drei liebend gerne mit nach Hause nahmen. Die Eltern werden es mit Sicherheit noch am gleichen Abend „verschlungen“ haben.


Schon vor zehn Uhr verabschiedeten wir uns. Für ein Flanieren oder auch nur ein Bier war ich zu müde und am nächsten Tag waren wieder zwei Tauchgänge angesagt, sodass auch ich mich in mein Zimmer zurückzog.

Sonntag, 15. März 2026

14.03.2026 Talisay Wall

Zum Glück bin ich am Vortag rechtzeitig zu Bett gegangen. Ich habe vergessen, meinen Wecker zu stellen. Meine innere Uhr weckte mich jedoch noch rechtzeitig, sodass ich pünktlich um sieben Uhr in der Basis eintraf. Ein Blick auf das heutige Programm, den schon recht hohen Wellengang und den immer noch starken Wind verhiessen nichts Gutes. Stur wurde das Programm durchgezogen und wir absolvierten unseren ersten Tauchgang wieder im Norden der Landzunge und wie vermutet bei Brandung, und vor allem schlechter Sicht. Ebenfalls ist es Ihnen nicht gelungen, die Strömung einzuschätzen und wir tauchten somit die volle Stunde gegen eine leichte Strömung an. Wieder auf dem Boot stellte ich den Dive Guide zu Rede und äusserte mich negativ zum störrischen Programm. Die Option der Insel Pescador fiel heute komplett aus, das diese durch das Tourism Office infolge des hohen Wellengangs komplett gesperrt wurde. Man sah bereits auf eine Distanz von über drei Kilometern, wie sich die Wasserfontänen der aufschlagenden Wellen bildeten.
Ich beschloss demonstrativ, mein Tauchmaterial zurück zur Basis zu schleppen. Zog mich um und wollte somit den Tauchtag als beendet erklären. Erst jetzt hatten die Manager ein Einsehen und es wurde für den zweiten Tauchgang der Platz Talisay Wall im Süden angefahren. Also schlug ich ein, zwängte mich wieder in meinen Neoprenanzug, packte das ganze „Gerödel“ wieder zusammen, montierte eine neue volle Luft-Flasche und begab mich wieder auf das Boot. Keine zehn Minuten, nach der immer wieder heiklen Durchfahrt durch alle die, vor allem Koreanischen Schnorchler, erreichten wir die Boje, sprangen ins Wasser und konnten einen wunderbaren Tauchgang, dieses Mal bei guter Sicht und mit einer leichten Strömung, die uns gemütlich der Steilwand entlang trug, geniessen.














Wieder zurück bei der Basis, alles verstaut, schaute ich auf den morgigen Plan und entschied, mich nicht einzutragen, da sie unverbesserlich den ersten Tauchgang wieder in nördlicher Richtung antreten werden. Für den zweiten Tauchgang des Tages habe ich mich eingetragen unter der Bedingung, dass sie die Wettergabriolen, die hier zurzeit herrschen, in die Planung mit einbeziehen.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit einem Lunch, den ich in Form eines „Honney Buttered Chicken“ zu mir nahm, das jedoch schon am Abend in flüssiger Form wieder das weite suchte.

Der Wind hatte auch am Abend nicht nachgelassen. Es war wenigstens trocken und warm, so da ich mein Bier an meinem bereits zum Lieblingsplatz erkorenen Tisch an der Flanierstrasse geniessen konnte.

Samstag, 14. März 2026

13.03.2026 Do nothing and enjoy

Da ein tauchfreier Tag vor mir lag und ich am Abend zuvor meine Biere in einer Bar an der Strasse bis Mitternacht genoss, verwendete ich den halben Morgen damit, gehörig auszuschlafen. Das Wetter zeigte sich wieder von seiner Wolkenbehangener Seite und der Wind rüttelte bereits beim Aufwachen an meinen Fenstern. Somit versuchte ich gar nicht, meinen schon einmal angepeilten Trip zu den Badian Highland anzutreten.
Ich genoss ein verspätetes Frühstück, liess mich auf dem Balkon nieder und genoss das Nichtstun in der tropischen Wärme.

Den Nachmittag verbrachte ich mit einem ausgedehnten Spaziergang rund um das Hotel. Die warme Luft und die ruhige Atmosphäre luden dazu ein, das Tempo zu drosseln und einfach den Moment zu geniessen. Schliesslich liess ich mich auf einer kleinen Terrasse direkt am Wasser nieder, bestellte ein kühles Bier und blickte hinaus auf die Tanon-Strasse, jenen Meeresabschnitt, der sich zwischen den Inseln Cebu und Negros erstreckt.
Während ich dort sass, beobachtete ich das Spiel der Wellen und die langsam vorbeiziehenden Wolken am Horizont. Schon bald verdunkelte sich der Himmel merklich, und ein weiterer Regenguss kündigte sich an. Also machte ich mich rechtzeitig wieder auf den Weg, um die letzte Strecke zurück zum Hotel zurückzulegen, bevor die ersten Tropfen fielen.











Der ganze Abend war dann ein ständiges On-Off mit dem Tropenregen, was ein abendliches Flanieren durch die mit Touristen vollgestopften Gassen verhinderte.