Freitag, 27. Februar 2026

26.02.2026

Ein weiterer wunderschöner Tag und mein bereits letzter Tauchtag an dieser Station, bevor ich nach einem „Trocknungstag“ von Morgen weiterreisen werde.

In der Hoffnung, zwei weitere neue Plätze rund um Negros zu betauchen, stieg ich auf das Boot und wurde nicht enttäuscht.
Ich konnte meine letzten Tauchgänge hier in Dauin gemeinsam mit dem Schweizer Stefan geniessen. Dieser wollte unbedingt ein GoPro-Video, was mich veranlasste, die Tauchgänge einmal aus einer anderen Sicht, als lediglich der sogenannten Highlights anzusehen, was auch für mich sehr interessant war. Man schärft so auch das Auge auf das Umfeld und stellt verblüfft fest, dass es neben der Suche nach den noch so kleinen Gefiecher auch viele andere Dinge zu bestaunen gibt.

Zurück an der Basis lud ich die Videosquenzen direkt aus meinem iPad und ließ diese automatisch durch die GoPro-eigene App bearbeiten und mir pro Tauchgang ein ganz akzeptables Video zusammenstellen. Leider wurde es mir durch das fehlende Internet verwehrt, diese Videos auch gleich direkt in meinen YouTube-Kanal zu speichern.


















Das Tauchmaterial, das nun einmal sauber mit Süsswasser ausgewaschen war, hängte ich weiterhin in der Basis auf, wo es seine erste „Abtropfphase“ machen konnte, bevor ich es dann morgen mit zu mir auf den Balkon nehme, in der Hoffnung, es soweit trocken zu kriegen, dass meine Weiterreise am Samstag nicht noch mit schwererem Gepäck vonstatten geht.

Der Nachmittag, oder eben der Rest, der nach zwei Tauchgängen noch blieb, verbrachte ich, da das Internet nun komplett ausgefallen ist und ich nach etlichen Versuchen, meinen Blog online zu stellen, aufgab, einmal mehr lesend, resp. schlafend auf meinem Balkon, wobei ich versuchte, bereits meine Lampe, Kopfhaube usw. zu trocknen, was bei dieser Luftfeuchtigkeit fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

25.02.2026 Bonnets Corner

So kann es von mir aus bleiben. Bereits beim Aufstehen sah ich keine einzige Wolke am Himmel. Der Wind war sehr zurückhaltend und die Temperaturen bereits in einem Niveau, wo man sich so richtig freut, ins Wasser zu springen.

Ich habe mich wieder für zwei Local Dives eingeschrieben und konnte auch gleich aufs Boot, wo meine Tauchsachen bereits auf mich warteten. Ich zwängte mich in den seit nun schon fast zwei Wochen nassen Anzug, kontrollierte Luft und Funktionen und schon sprangen wir ins Wasser.

Bereits beim Abstieg fragte ich mich, was wir hier wollten. Weit und breit war keine Koralle zu sehen, sondern nur Kies und Sand. Erst nach einer halben Stunde und dem Finden eines Mimikokopusses und eines Blauring-Oktopusses fand dann auch ich diesen Tauchgang super interessant.
(Auszug aus Wikipedia: Der Blauring-Oktopus ist einer der giftigsten Meeresbewohner, dessen Biss durch das Nervengift Tetrodotoxin (TTX) tödlich wirken kann. Obwohl er meist nur golfballgroß ist, produziert er genug Gift, um 26 Menschen zu töten. Es gibt kein Gegengift, und Lähmungen können innerhalb weniger Minuten zum Atemstillstand führen.)










Der zweite Tauchgang war dann wieder in der hier üblichen Umgebung mit einem schönen Korallenriff, wo man stundenlang drin herumstöbern kann. Nach über einer Stunde waren wir dann wieder auf dem Boot, verräumten unsere sieben Sachen während der Rückfahrt, entsalzten die Ausrüstung in der Basis und ich machte mich gleich auf den Weg ins Hotel, um die Bilder des heutigen Tages in die lange, lange Warteschleife des Hotel-WLANs zu stellen. Den Rest des Nachmittags genoss ich auf dem Hotelbalkon, den ich nur für ein kleines Nudelgericht (Pancit) verliess.





Der Abend, die Dusche funktionierte wieder wie gehabt, begab ich mich noch einmal mit Stefan als meinem Fahrer nach Dumaguete, um mir mein vor Tagen so gemundetes Filet noch einmal zu gönnen.

Mittwoch, 25. Februar 2026

24.02.2026 Apo Island zum zweiten

Der Morgen versprach einen wunderschönen Tag. Bereit in der Früh konnte ich die Sonne auf meinem Balkon geniessen. Der Wind war wie weggeblasen und der See ruhig. Dies deutet auf eine gemütliche Überfahrt auf die Insel Apo, mit ihren über zwölf verschiedenen Tauchplätzen, drei schönen Tauchgängen, mit der bestmöglichen Lichteinstrahlung.

Tauchmaterial vorbereiten, Kaffee trinken und schon ging es ab aufs Boot. Wie geahnt konnten wir eine herrliche Fahrt geniessen, bevor wir uns für den ersten Tauchgang vorbereiteten und in einer kleinen Gruppe von vier Tauchern ins Wasser sprangen. Auch unter Wasser wurden wir nicht enttäuscht und konnten über einer Stunde, das mit monströsen Tischkorallen übersäte Riff auskosten. Auch die Tauchgänge zwei und drei konnten an verschiedenen Plätzen, nach jeweils einer ausgiebigen Oberflächenpause, die zur Entsättigung des Körpers von überschüssig aufgenommenen Stickstoff zu befreien, genossen werden.














Durch das schöne warme Wetter inspiriert, entledigte ich mich meines Tauchanzuges bereits auf dem Boot, schmierte mich mit einer tollen Schicht Sonnencreme ein und genoss die Rückfahrt auf dem Deck in vollen Zügen.



Der Nachmittag war bei der Rückkehr auch schon bald Geschichte und ich versuchte mich einmal mehr auf dem Balkon, meinen Blog und meine Fotos online zu stellen, was mir trotz allem Üben und Fluchen nicht gelang und ich dieses Unterfangen auf den späten Abend verschieben musste. So wendete ich mich unverrichteter Dinge der Körperpflege zu und begab mich in die Dusche. Wie verhext funktionierte auch diese nicht oder nur sporadisch und die normalerweise vier bis fünf Wasserstrale waren noch mehrheitlich mit viel Luft versetzt. Auch bei meiner, nicht mehr so üppigen Haarpracht war dies bereits ein schwieriges und zeitintensives Unterfangen. (Ich möchte nicht wissen, wie das all die Frauen in diesem Resort gemacht haben.)

Der Abend liess ich dann ruhig angehen, genoss ein Abendessen in einem sehr schönen Gartenrestaurant an der Hauptstraße, genoss noch Ihr eigenes IPA-Bier und verschwand weit vor Mitternacht zurück in mein Zimmer.

Dienstag, 24. Februar 2026

23.02.2026 Visumsverlängerung



Bereits bei der Einreise stellte ich fest, dass auf dem Einreisestempel eine maximale Aufenthaltsdauer von 30 Tagen angegeben wurde. Ich machte mich in der Zwischenzeit schlau und so begab ich mich heute, an meinem tauchfreien Tag, schon vor 7 Uhr mit meinem Motorrad Richtung Dumaguete ins Immigrationoffice. Nach langer Suche fand ich auch den Eingang in einem angsteinflössenden, düsteren Gang, wo sich zu hinter diesem Office befand. Ich war bei weitem nicht der Erste und so musste ich mich nach dem Ausfüllen des Antragsformulars noch einmal eine halbe Stunde gedulden, bevor ich ins Office vorgelassen wurde. Auch dort, ich war die Nummer 13, durfte ich mich setzen und mich in Geduld üben. Der Überprüfungsakt war dann auch schnell erledigt und ich verliess das Gebäude 4600 Peso ärmer. Dafür versprachen Sie mir, mein Visum bis am Nachmittag um drei Uhr auszustellen und ab diesem Zeitpunkt sollte ich meinen Pass wieder zurückkriegen.

Die somit verbleibenden sechs Stunden wollte ich eigentlich in der Stadt verbringen. Ich ging an die See Promenade, leistete mir ein ausgiebiges Frühstück und schlenderte gemütlich durch die Gassen. Die schwühle Hitze in der Stadt hat mich jedoch so umgehauen, dass ich bereits vor dem Mittag mich wieder auf mein Motorrad setzte und die 20 Km bis zu meinem Hotel und dem doch massiv angenehmeren Balkon unter die Räder nahm.







Dies bedeutete jedoch, dass ich mich vor drei Uhr noch einmal auf den Plastiksattel setzte, um die 20 Km wieder in die Stadt zu fahren, wo das Warten auch seine Fortsetzung fand. Eine geschlagene Stunde wartete ich auf meinen Aufruf und musste dann noch feststellen, dass das Visum noch nicht erstellt war und ich auch auf dieses, das wieder durch viele Hände wanderte, warten musste. Endlich meinen Pass mit einem simplen Aufkleber wieder in der Hand verliess ich nach 90 Minuten diese Gebäude und musste mir erst einmal eine Cola Zero einflössen bevor ich mich wieder durch den Stau auf den Heimweg machte.

Die Erfahrungen, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, machten mich auch ein bisschen mutiger. So betätigte nun auch ich die Hupe und fuhr wie die Einheimischen einfach quer über die Kreuzung, in der Hoffnung, dass alle anderen weniger Mut haben und abbremsten.

Verschwitzt aber Heil bin ich beim Eindunkeln wieder in meinem Hotel angekommen, genoss eine kühle Dusche, schrieb an meinem Blog, fluchte einmal mehr über das Internet, das auch über das Mobilnetz nicht funktionierte, da wir hier in der Gegend kein 3,4 oder 5G haben, sondern lediglich LTE und das auch noch sehr schwach.

Am Abend habe ich mich dann mit Stefan zu einem Aper verabredet, das schließlich in einem Nachessen in einem Fischrestaurant endete, wobei ich mir einen wunderbaren Sepia gefüllt mit Hackfleisch an einer Rotweinsauce gönnte.