Dienstag, 17. März 2026

16.03.2026 Kassai Reef

Der Himmel war blau, der Wind hatte sich beruhigt und das Meer war wieder so richtig ruhig. Mit lediglich drei Tauchern und zwei Guides (es war ja auch Montagmorgen) fuhren wir gemütlich Richtung Kassai Reef.
Ich hatte wieder die Ehre, einen Guide für mich alleine zu haben, was heute auch mein Glück war.
Bereits in der Nacht weckte mich ein Husten und eine verstopfte Nase einige Male. Die Papier-Nastücher sind schon lange aufgebraucht und ich musste mir meine Nase wie die einheimischen aus der bekannten Rolle mit den einzeln perforierten Blättern meine Nastücher in geeigneter Grösse zurecht falten.
Einmal auf einer Tiefe von 5 Metern angekommen, ging nichts mehr. Trotz aller Verrenkungen mit Hals, Mund und Zunge, wie auch einer Salzwasserspülung (Maske weg, Wasser durch die Nase einziehen und durch den Mund ausspucken), konnte ich keinen Druckausgleich im linken Ohr mehr machen.
Meinem Guide, der geduldig auf mich wartete und meine Bemühungen interessiert verfolgte, gab ich dann zu verstehen, dass wir den Tauchgang in dieser Tiefe zu absolvieren haben. So tauchten wir die ganze Stunde in der 5-Meter-Tiefe an der Riffkante entlang und konnten trotz allem noch etliches Sehen und Geniessen.






Für mich war somit der Tauchtag nach diesem Tauchgang auch schon wieder beendet.
Ich fuhr nach Hause, behandelte meine Ohren mit den altbekannten Tauchertropfen und spülte sie dann infolge fehlendem Wasser in der Dusche mit Mineralwasser aus.
Ich organisierte ein weiteres Mal an der Rezeption, dass auf einen neuen Tank umgestellt wurde und die Wasserpumpe wieder in Betrieb genommen wurde, sodass auch ich noch richtig duschen und meine Ohren ausspülen konnte.
Mit einer speziellen Salbe vollgestrichenen Ohren machte ich mich dann auf den Weg zu einem Lunch, den ich in einem einfachen philippinischen Restaurant zu mir nahm. Ich bestellte „Chicken Sisig“ und erwartete Hühnerfleisch. Doch es kam Hühnerleber mit viel Ingwer und wenig Reis.
In der Hoffnung, dass der Ingwer meine Erkältung schneller wegputzt ass ich trotzdem die ganze Platte und bestellte mir danach noch einen Mango Shake, um meinen Geruch im Mund doch noch ein bisschen aufzufrischen.

Den Nachmittag verbrachte ich in erster Linie hustend und schniefend auf der Terrasse, probierte es noch mit einem „Gesundheitsschlaf“, bevor ich mir noch eine weitere Schicht Salbe in die Gehörgänge strich und mich auf ein Nachessen an der Flanierstrasse aufmachte.

Wie der Tag begonnen hat, beendete ich den Tag immer noch hustend und schniefend.

Montag, 16. März 2026

15.03.2026 Pescador Island

Bei einem Blick aus dem Fenster noch vor 7 Uhr zeigte sich ein blauer Himmel, was schon mal ein Anfang ist, dass sich das Wetter wieder beruhigen könnte. Ebenfalls, als ich kurz vor Zehn Uhr in der Basis eingetroffen bin, konnte ich feststellen, dass die Wellen zwar immer noch hoch waren, die Insel Pescador von den Behörden jedoch wieder freigegeben wurde.

Ich war nicht der Einzige, der diesen Umstand ausnutzen wollte. Das Boot war rappelvoll mit 20 Tauchern. Zum Glück durfte ich mit einem Guide und einem taucherfahrenen französischen Paar ins Wasser springen und wir tauchten in die entgegengesetzte Richtung als alle anderen Taucher um die Insel, respektive um die halbe Insel, wo das Boot dann wieder auf uns wartete.
Nach einer Stunde unter Wasser, wo wir die Strömung immer wieder aus einer anderen Richtung wahrgenommen haben, tauchten wir als letztes Team beim Boot wieder auf. Die starken Hände der Bootscrew halfen uns für den Aufstieg aufs Boot, und schon wurden wir durch die Wellen wieder zurück zur Basis geschaukelt.










Da ich den ersten Tauchgang ausgesetzt habe, war für mich der Tauchtag somit auch schon wieder gelaufen. Und das nachmittägliche Ritual konnte beginnen.
Die Siesta wurde nur durch den Umstand verkürzt, dass ich am frühen Abend mit den drei Kindern unserer befreundeten Familie zum Pizzaessen verabredet war. Wir besuchten gemeinsam, zu viert auf zwei Motorrädern, das Restaurant Altrove, das eine sich italienisch schimpfende Küche, einen wunderbaren Garten und Terrasse hatte, die man nur barfuss betreten durfte.
Mit meinem Glauben, dass die jungen Philippiner am liebsten Pizza haben, lag ich jedoch falsch, es wurden neben Pizza Hawai (etwas anderes essen die Philippinen nicht) auch Nudeln carbonara bestellt.
Der Rest, der nicht gegessen wurde, verpackte das Personal fein säuberlich in eine Plastiktüte, die drei liebend gerne mit nach Hause nahmen. Die Eltern werden es mit Sicherheit noch am gleichen Abend „verschlungen“ haben.


Schon vor zehn Uhr verabschiedeten wir uns. Für ein Flanieren oder auch nur ein Bier war ich zu müde und am nächsten Tag waren wieder zwei Tauchgänge angesagt, sodass auch ich mich in mein Zimmer zurückzog.

Sonntag, 15. März 2026

14.03.2026 Talisay Wall

Zum Glück bin ich am Vortag rechtzeitig zu Bett gegangen. Ich habe vergessen, meinen Wecker zu stellen. Meine innere Uhr weckte mich jedoch noch rechtzeitig, sodass ich pünktlich um sieben Uhr in der Basis eintraf. Ein Blick auf das heutige Programm, den schon recht hohen Wellengang und den immer noch starken Wind verhiessen nichts Gutes. Stur wurde das Programm durchgezogen und wir absolvierten unseren ersten Tauchgang wieder im Norden der Landzunge und wie vermutet bei Brandung, und vor allem schlechter Sicht. Ebenfalls ist es Ihnen nicht gelungen, die Strömung einzuschätzen und wir tauchten somit die volle Stunde gegen eine leichte Strömung an. Wieder auf dem Boot stellte ich den Dive Guide zu Rede und äusserte mich negativ zum störrischen Programm. Die Option der Insel Pescador fiel heute komplett aus, das diese durch das Tourism Office infolge des hohen Wellengangs komplett gesperrt wurde. Man sah bereits auf eine Distanz von über drei Kilometern, wie sich die Wasserfontänen der aufschlagenden Wellen bildeten.
Ich beschloss demonstrativ, mein Tauchmaterial zurück zur Basis zu schleppen. Zog mich um und wollte somit den Tauchtag als beendet erklären. Erst jetzt hatten die Manager ein Einsehen und es wurde für den zweiten Tauchgang der Platz Talisay Wall im Süden angefahren. Also schlug ich ein, zwängte mich wieder in meinen Neoprenanzug, packte das ganze „Gerödel“ wieder zusammen, montierte eine neue volle Luft-Flasche und begab mich wieder auf das Boot. Keine zehn Minuten, nach der immer wieder heiklen Durchfahrt durch alle die, vor allem Koreanischen Schnorchler, erreichten wir die Boje, sprangen ins Wasser und konnten einen wunderbaren Tauchgang, dieses Mal bei guter Sicht und mit einer leichten Strömung, die uns gemütlich der Steilwand entlang trug, geniessen.














Wieder zurück bei der Basis, alles verstaut, schaute ich auf den morgigen Plan und entschied, mich nicht einzutragen, da sie unverbesserlich den ersten Tauchgang wieder in nördlicher Richtung antreten werden. Für den zweiten Tauchgang des Tages habe ich mich eingetragen unter der Bedingung, dass sie die Wettergabriolen, die hier zurzeit herrschen, in die Planung mit einbeziehen.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit einem Lunch, den ich in Form eines „Honney Buttered Chicken“ zu mir nahm, das jedoch schon am Abend in flüssiger Form wieder das weite suchte.

Der Wind hatte auch am Abend nicht nachgelassen. Es war wenigstens trocken und warm, so da ich mein Bier an meinem bereits zum Lieblingsplatz erkorenen Tisch an der Flanierstrasse geniessen konnte.

Samstag, 14. März 2026

13.03.2026 Do nothing and enjoy

Da ein tauchfreier Tag vor mir lag und ich am Abend zuvor meine Biere in einer Bar an der Strasse bis Mitternacht genoss, verwendete ich den halben Morgen damit, gehörig auszuschlafen. Das Wetter zeigte sich wieder von seiner Wolkenbehangener Seite und der Wind rüttelte bereits beim Aufwachen an meinen Fenstern. Somit versuchte ich gar nicht, meinen schon einmal angepeilten Trip zu den Badian Highland anzutreten.
Ich genoss ein verspätetes Frühstück, liess mich auf dem Balkon nieder und genoss das Nichtstun in der tropischen Wärme.

Den Nachmittag verbrachte ich mit einem ausgedehnten Spaziergang rund um das Hotel. Die warme Luft und die ruhige Atmosphäre luden dazu ein, das Tempo zu drosseln und einfach den Moment zu geniessen. Schliesslich liess ich mich auf einer kleinen Terrasse direkt am Wasser nieder, bestellte ein kühles Bier und blickte hinaus auf die Tanon-Strasse, jenen Meeresabschnitt, der sich zwischen den Inseln Cebu und Negros erstreckt.
Während ich dort sass, beobachtete ich das Spiel der Wellen und die langsam vorbeiziehenden Wolken am Horizont. Schon bald verdunkelte sich der Himmel merklich, und ein weiterer Regenguss kündigte sich an. Also machte ich mich rechtzeitig wieder auf den Weg, um die letzte Strecke zurück zum Hotel zurückzulegen, bevor die ersten Tropfen fielen.











Der ganze Abend war dann ein ständiges On-Off mit dem Tropenregen, was ein abendliches Flanieren durch die mit Touristen vollgestopften Gassen verhinderte.

Freitag, 13. März 2026

12.03.2026 Withe Beach Nord

Durch die Erfahrung des eingesandeten Riffs am Vortag, bin ich mit der Hoffnung aufgestanden und zur Basis gefahren, dass wir nun den südlichen Teil der Landzunge Panagsama betauchen werden. Dem war nicht so. Die Basis folgt anscheinend einem starren Programm, das es in einer gewissen Zeit keine Wiederholungen von Tauchplätzen geben kann.

Auch heute fuhren wir wieder in nördlicher Richtung, liessen uns ins Wasser fallen und tauchten nach Programm am Riff vor dem Withe Beach, einem etwa zwei Kilometer langen Sandstrand. Das Riffdach fing auch hier bereits bei 5 Meter Tiefe an. Die Riffkante erreichten wir bereits in einer Minute und liessen uns dem steil abfallenden Riff ins Unendliche „fallen“. Beim Erreichen einer Tauchtiefe von ca. 25 Meter stoppten wir den Abstieg und schleuderten dann gemütlich durch das immer noch mit viel Sand „gepuderte“ Riff. Auch heute durfte ich mit meinem DiveGuide alleine als erster ins Wasser springen mit dem Resultat, dass wir von allen anderen Gruppen, die wahrscheinlich einen Schnellzug zum Frühstück hatten, bereits am Anfang des Tauchgangs überholt wurden, was meistens in einem Gewühl von schlecht tarierten Tauchern und einem Abwehrkampf von Flossenschlägen und Gerämpel endet.
Endlich alleine, die anderen Taucher sind weit vor uns nicht mehr in Sichtweite, konnte dann auch ich den Tauchgang geniessen.

In der Oberflächenpause kaufte ich bei einer Obstverkäuferin eine Grapefruit, geschält und mundgerecht vorbereitet und tankte so meine Batterien für den zweiten Tauchgang wieder auf.

Dieser absolvierte ich gemeinsam mit einem holländischen Paar, das bereits beim Abstieg auf Tauchteife bewies, dass beide sehr erfahrene Taucher sind. Und so war es auch. Ohne eine Störung oder Zusammenprall tauchten wir gemütlich durch das Riff. Jeder mit seiner GoPro bewaffnet, auf der Suche nach immer neuen oder auch wiederkehrenden schönen Sujets.









Zurück in der Basis liess ich mich für den morgigen Tag austragen. Meine Ohren werden es mir danken. Ich meldete mich direkt für den Samstag wieder an.

Im Hotelzimmer nach einer langen, warmen Dusche wurden die Ohren gehörig mit Salbe eingestrichen, bevor es Richtung Lunch respektive einem weiteren Teller Reis ging. So unverständlich es auch ist, aber über die Zeit hat sich das (CornSilog), ein Teller mit Reis, Spiegelei und eben warm gemachtem Cornbeef aus der Büchse mit Zwiebeln, als meinen Favoriten herausgestellt.
Den größten Teil des Nachmittages verbrachte ich dann schlafend auf der Hoteleigenen Terrasse in einer Hängematte, die nach ersten Tests mein „Fliegengewicht“ gut zu tragen vermochte.

Donnerstag, 12. März 2026

11.03.2026 Ronda Point

Das Wetter hat sich beruhigt und wir hatten wieder Sonnenschein, was auch wieder wärmere Tauchgänge versprach.
Für den ersten Tauchgang wurde ganz im Norden von Panagsama der Ronda Point angefahren. Bereits beim Reinspringen bemerkten wir für tropische Gewässer eine recht schlechte Sicht. Die Tieftruckphase mit den hohen Wellen und Brandung hat ganze Arbeit geleistet. Das ganze Riff war mit einer dünnen Sandschicht bedeckt und die Armen Fischer und Korallenbewohner haben nun in den nächsten Tagen die Aufgabe, das Riff wieder zu „säubern“. Was für uns Taucher weniger schön ist, bringt den Tieren unter Wasser, durch das Aufwühlen des Meeresgrundes, jedoch mehr Futter.


Für den zweiten Tauchgang wurde dann wieder die Insel Pescador angefahren, wo die Steilwand, die meist noch überhängend ist, solche Ablagerungen nicht zulässt. Ein weiterer gemütlicher Tauchgang konnte ich an dieser Wand geniessen. Ich übernahm auch wieder zeitweise die Führung, da der Guide bereits nach 25 Minuten mit einem „Luftschlucker“ an die Oberfläche musste, konnte diese aber bereits nach 10 Minuten wieder abgeben.








Die Wellen haben es noch nicht begriffen, dass nun wieder schönes Wetter angesagt ist und ergossen sich, auf der Rückfahrt einige Male über uns, sodass die vordersten auf dem Boot bereits wieder die Tauchmasken anzogen, um nicht ständig das Salzwasser in den Augen zu haben.

Den Rest des Nachmittags gestaltete ich wie üblich mit einer ausgedehnten Siesta, bevor ich mich mit einem Riesenhunger auf eine Pizza stürzte.