Sonntag, 22. Februar 2026

21.02.2026, Masapiod Süd/Nord

Wunderbar ausgeschlafen erwachte ich lange vor dem Wecker, genoss den frühen Morgen auf meiner Terrasse, bevor der nächste Tauchtag startete. Stefan aus Luzern war heute mit von der Partie und wir wurden auf ein Boot eingeteilt, das zwei weitere Tauchplätze an der Küste von Dauin auf der Insel Negros anfuhr, die mir noch unbekannt waren.
Der Abstieg im Freiwasser auf ca. acht Meter endete im Sand und ich konnte mir nicht vorstellen, dass dies ein schöner Tauchgang werden würde. Doch bereits nach zwei Minuten, in denen wir gegen eine leichte Strömung schwammen, befanden wir uns in einem wunderschönen Korallengarten, der absolut nichts vermissen liess. Von Schildkröten über Schaukelfische bis hin zu gebänderten Seenadeln war einfach alles zu sehen. Auch der zweite Tauchgang liess keine Wünsche offen. Endlich einmal bei Sonnenschein konnte man die Lichter und Farben, insbesondere während des „Austauschens“ auf einer Tiefe von ca. 8 Metern, in vollen Zügen genießen.













Da heute nur zwei Tauchgänge auf dem Programm standen, blieb mir fast der ganze Nachmittag, um mich einer ausgiebigen Siesta zu widmen und in meinem Buch einige Kapitel weiterzukommen.
Die Dusche verschob ich auf den frühen Abend, trotz des Risikos, einen salzigen Schlafplatz zu haben.

Den Abend verbrachten wir, Stefan und ich sowie ein weiterer Schweizer, der im Alter von 55 Jahren nach Negros gezogen ist und nun hier seinen Lebensabend verbringt, in einem ruhigen Restaurant am NordPoint von Dumaguete, wo mir ein formidables Rindsfilet von einem französischen Koch serviert wurde. Es war ein Gedicht! Zum Abschluss ging ich noch in die „Why Not“-Bar und trank ein Bier, bevor ich mich auf den Heimweg machte, um mich schlafend auf den nächsten Tauchtag vorzubereiten.



Samstag, 21. Februar 2026

20.02.2026 Insel Apo

Das Wetter hat sich inzwischen so weit beruhigt, dass wir heute in Richtung des Naturschutzgebiets der Insel Apo aufbrechen konnten. Die kleine Insel liegt zwischen Cebu und Negros. Auf der Insel leben nicht mehr als ca. 120 Personen, die weder Süsswasser noch Strom haben. Strom wird abends zwischen 18 und 22 Uhr von einem öffentlichen Generator zur Verfügung gestellt und dann wieder abgeschaltet. Rund um die Insel befindet sich jedoch ein weltweit bekanntes und wunderschönes Korallenriff, das sich wirklich sehen lassen kann. Ich durfte in einer kleinen Gruppe, die wieder aus den Holländern bestand, diese Mal jedoch mit einer jungen Schweizerin, die sich als Guide herausstellte, drei Tauchgänge machen.


Bereits beim ersten Tauchgang hatte sie massive Probleme mit den Ohren und konnte den Druckausgleich nicht durchführen. Nach einer Wartezeit von mehreren Minuten deutete ich ihr an, dass ich die Gruppe übernehmen würde und sie zurück zum Boot sollte. Sie bejahte dankbar, und ich zeigte den anderen, dass sie mir nun folgen sollten. So zogen wir dann zu viert durch das Riff. Bereits nach wenigen Minuten tauchte das Mädchen jedoch wieder auf. Sie hatte ihre Probleme angeblich gelöst, sodass ich die Gruppe wieder abgeben durfte und mein eigenes Ding durchziehen konnte.
Auch die Tauchgänge zwei und drei, nach jeweils einer Stunde Oberflächenpause, die wir infolge des schlechten Wetters in unseren nassen Tauchanzügen verbrachten, konnte ich an zwei weiteren Plätzen in diesem wunderschönen Riff mit Hart- und Weichkorallen aller Formen und Farben geniessen.











Die Heimreise durch die Wellen war dann auch nicht jedermanns Sache. Den einen wurden die trockenen Sachen ebenfalls von überschwappenden Wellen nass gespült, andere verbrachten die Zeit mit einer komischen Farbe im Gesicht im hinteren Teil des Bootes. Aus gutem Grund vermied ich während der ganzen Fahrt diesen Teil des Bootes.


Zurück in der Basis, das Material endlich verstaut, war der Tag bereits wieder vorbei und ich konnte vor dem Eindunkeln nur noch eine kleine Siesta auf meinem Balkon halten, bevor ich unter die Dusche ging und mit Stefan aus Luzern ins Zentrum von Dauin ging, um die erste Mahlzeit des Tages einzunehmen.


Gemeinsam mit Stefan genoss ich wieder einmal die philippinischen Nudeln mit dem obligatorischen Chicken und viel viel Sojasauce.
Noch ein, zwei Bier, und der Tag war gelaufen. Nach drei Tauchgängen fiel mir das Einschlafen sehr leicht.







Freitag, 20. Februar 2026

19.02.2026 Ginama Point

Eigentlich war für heute die Insel Apo geplant. Das hätte eine Tagestour mit drei Tauchgängen bedeutet. Doch Wind und Wellengang verhinderten dieses Unterfangen, sodass wir in einem geschützten Teil der Insel Negros ins Wasser sprangen.

Die Gruppe hatte sich in der Zwischenzeit um zwei weitere Holländer erweitert, sodass wir zu fünft ins Wasser sprangen. Für mich war dies die oberste Grenze, weshalb ich mich auf einer Tiefe von 20 Metern absetzte und gemütlich in noch knapper Sichtweite der Gruppe hinterher tauchte. Den Wellengang spürte man noch bis zu einer Tiefe von zehn Metern, was ruhiges Fotografieren fast unmöglich machte. Trotzdem konnte ich die beiden Tauchgänge geniessen und es sind mir doch noch einige schöne Motive vor die Linse gekommen.

Vor dem Ausstieg aus dem Boot bei der Basis verstaute ich meine trockenen Sachen sauber im wasserfesten Beutel. So konnte ich trotz Wellengang getrost vom Boot springen, mich anschliessend mit Süsswasser abduschen und trocken auf mein Motorrad steigen.

Den halben Nachmittag verbrachte ich dann wieder mit den Jungs an der Rezeption, um das stockende Internet bzw. das WLAN wieder so weit in Gang zu bringen, dass ich meine Fotos und meinen Blog wieder online stellen konnte.








Der Luzerner, den ich bereits am zweiten Tag kennengelernt hatte, bot mir während des Tauchens an, den Abend mit ein paar Freunden in dem höchstgelegenen Restaurant der Insel zu verbringen. So musste ich meine Siesta frappant verkürzen und stand um 16:00 Uhr bereit vor dem Hotel, wo sie mich abholten.
Nach einer langen, kurvenreichen Fahrt erreichten wir einen wunderschönen Aussichtspunkt mit Restaurant und sehr guter Küche. Wir verbrachten dort schöne Stunden mit Essen, Trinken und all den „Lügengeschichten“, die unter Tauchern in solchen Regionen ausgetauscht werden. Man sagt ja, dass unter Tauchern die Größe der Fische meist nicht mehr reicht und diese in der Größe des Augenabstandes beschrieben wird.

Froh, nicht mehr selbst fahren zu müssen, wurde ich noch vor Mitternacht in mein Hotel zurückgebracht, wo ich umgehend die „Horizontale“ einnahm.









Donnerstag, 19. Februar 2026

18.02.2026 Tailsay

Ich fühlte mich am Morgen bereits wieder in meinem Rhythmus angekommen. Ich hatte gut geschlafen, war drei Minuten vor dem Wecker um sieben Uhr erwacht und hatte kein schlechtes Gefühl, ich könnte doch noch etwas Wichtiges vergessen haben. Die wenigen Kleidungsstücke, die man hier braucht, waren schnell gefunden. Ich zog mich an und schon ging es mit dem Motorrad Richtung Tauchbasis, wo ich mir vor dem Bereitmachen der Ausrüstung einen Kaffee genehmigte.

Der Wellengang war heute recht stark, sodass das Einsteigen ins Boot einige akrobatische Verrenkungen von mir abverlangte. Die Bootsfahrt dauerte nicht länger als zehn Minuten, dann machten wir uns bereit, ins Wasser zu springen. Im gleichen Team wie gestern erkundeten wir die Unterwasserlandschaft. Carlos, unser Guide, hat die unglaubliche Fähigkeit, auch die noch so kleinen Fische und gevierter zu finden. Leider waren diese mit meiner GoPro, die nicht makrofähig ist, nicht festzuhalten. Viele Tiere waren für mich neu und sehr interessant.
Ebenfalls als Privileg erachte ich nach meinen Erfahrungen in vorhergehenden Tauchurlauben den Umstand, dass von uns dreien keiner einen hohen Luftverbrauch aufweist und wir somit immer die maximale Zeit von einer Stunde ausnutzen können.









Die zwei Stunden im Wasser mit einer ausgiebigen Oberflächenpause, die dem Körper gut tat, waren schnell vorbei und es ging zurück zur Basis. Der Wellengang hatte sich noch verstärkt, sodass ein Ausstieg über die dafür vorgesehene „Hühnerleiter“ nicht möglich war. Wir mussten über die Ausstiegsleiter in der Mitte des Bootes, die normalerweise nur für den Ausstieg nach dem Tauchen gedacht ist, das Boot verlassen und an Land schwimmen. Das Resultat war, dass auch die trockenen Kleider nun ihr Bad abbekommen hatten und ich pitschnass auf mein Motorrad steigen musste, um mich zuerst einmal im Hotel abzutrocknen und frische Kleidung anzuziehen. Erst danach konnte ich mich einem Mittagessen bestehend aus einer fettigen Wurst, Reis und einem Spiegelei widmen.

Den Nachmittag und Abend verbrachte ich mit Entspannen und einer Spritztour mit dem Motorrad in die nahegelegene Stadt Dumaguete. Dort gönnte ich mir an der Strandpromenade eine Carbonara, bevor ich nach einem Verdauungsspaziergang durch die Massage- und Food-Zone am Meer wieder auf den Heimweg machte. Einen Zwischenstopp bei der inzwischen bekannten Bar legte ich noch ein, bevor ich ins Hotel zurückging.













Mittwoch, 18. Februar 2026

17.02.2026, Dauin Süd/Nord

Mein erster Tauchtag in diesen Ferien. Gespannt sprang ich vor sieben Uhr aus den Federn, kontrollierte noch einmal die sieben Sachen, die ich unter Wasser benötige, verstaute sie in einer Tasche und befestigte diese an meiner Weste, um das ganze Zeugs wie einen Rucksack auf meinem Motorrad zu transportieren.

Weit vor acht Uhr traf ich in der Tauchbasis ein, bezog meinen Platz im Materialraum, richtete mich gemütlich ein und bereitete mich auf die ersten Tauchgänge in Dauin vor.
Unweit meiner Unterkunft sprangen Carlos, der Dive Guide, ein Holländer und ich vom luxuriösen Tauchboot beim Platz Dauin Süd ins Wasser.
Die erste Zeit führte uns über den Sand zu einem kleinen Korallenriff. Mit meiner neuen Kamera versuchte ich, viele Dinge aufzunehmen, doch alles kam mir milchig und unscharf vor.

Auch beim zweiten Tauchgang, den wir in entgegengesetzter Richtung beim Platz Dauin Nord absolvierten, hatte ich mit meiner Kamera immer noch das gleiche Problem. Erst beim Herunterladen der Filme, aus denen ich immer Fotos herauslöse, stellte ich fest, dass auf der Linse des Unterwassergehäuses noch die Schutzfolie klebte. Im Wasser wirkte diese wie ein Diffusor. Somit fielen trotz der wunderschönen Tauchgänge die Fotos eher mikrig aus.

Den Nachmittag verbrachte ich dann mit der Installation der Kamera und der Verbindung zu meinem iPad sowie der ersten Bearbeitung meiner dürftigen Ausbeute.







Gemütlich erkundete ich auf dem Motorrad das Dörfchen Dauin nach einer Bar für mein Feierabendbier. Gefunden habe ich jedoch sehr wenig. An der Hauptstrasse sah ich dann eine Bar bzw. eine Theke mit vier Stühlen. Im Hintergrund dieser Theke hing eine Schweizerfahne. Ich entschloss mich, anzuhalten, um zu schauen, ob ich an diesem Platz ein Bier bekommen könnte.
Es stellte sich heraus, dass die Bar einer Frau namens Vanessa gehörte, die mit einem Schweizer verheiratet ist und mehrheitlich in der Schweiz lebt.
Dank ihrer Ortskenntnisse erfuhr ich mehr über Dauin und seine Gastronomie. So entschloss ich mich, mein Nachtessen in einer von ihr empfohlenen Strand-Pizzeria zu mir zu nehmen. Am Abend traf ich in ihrer zweiten Bar – wenn man eine Garage mit ein paar Barhockern so nennen darf – auch auf ihren Mann, einen Luzerner, der ebenfalls ein begeisterter Taucher ist. Nach einem weiteren Bier und der Verabredung, dass wir am Donnerstag gemeinsam bei der Insel Apo tauchen würden, verabschiedete ich mich in Richtung meines Hotels, um genügend Schlaf für die morgendlichen Tauchgänge zu bekommen.