Samstag, 28. Februar 2026

27/28.02.2026 Dauin - Moalboal

Schon wieder liegen zwanzig atemberaubende Tauchgänge hinter mir. Den Tag verbrachte ich in der Tauchbasis, um meine Tauchgänge abzurechnen und mein Tauch-Equipment so zu verstauen, dass es auf dem Motorrad transportierfähig war. Auf meinem Balkon hinter an der Sonne hängte ich es auf, um die Trocknungszeit zu maximieren. Am Nachmittag entspannte ich mich dann lesend und schlafend auf dem Balkon, bevor ich mich ans Einpacken meiner Habseligkeiten machte. Abgesehen von ein paar T-Shirts, die ich mir in Cebu gegönnt habe, hat sich mein Gepäck seit meiner Abreise kaum verändert. Das Einpacken und vor allem das Schließen der Tauchtasche fühlte sich jedoch an, als wäre ich zwei Wochen auf Shoppingtour gewesen.




Den Abend verbrachte ich dann noch ein letztes Mal mit Stefan, dem Schweizer, den ich in Dauin kennenlernte und der auch vor Ort einen eigenen Wohnsitz hat, in Dumaguete in einem wunderschönen, ja schon fast museumsreifen Haus, das im Hochland von Cebu abgebaut und in Meeresnähe von Dumaguete wieder aufgebaut und als Restaurant umfunktioniert wurde. Nach dem Nachtessen machten wir noch eine Tour durch die Bars an der Promenade und schon war es an der Zeit, meine letzte Nacht in Negros anzutreten.







Gut ausgeschlafen verstaute ich meine letzten Sachen im Gepäck, gönnte mir zum Abschluss noch eine Omelette im Hotel, brachte mein Motorrad frisch getankt dem Vermieter zurück, organisierte einen Träger für mein Gepäck, das mir alleine zu schwer war, die Treppe runter zu tragen, und wartete dann auf Stefan, der sich angeboten hat, mit meinem Auto zum Fährhafen von Sibulan zu bringen.

Bereits nach einer kurzen Wartezeit von weniger als dreissig Minuten durfte ich mit meinem frisch gekauften Ticket für umgerechnet CHF 1.80 die Fähre nach Liloan betreten. Das Meer war mir gut gesonnen und die Überfahrt gestaltete sich sehr ruhig. Lediglich die Sitzen auf den schmalen Holzbänken im komplett überfüllten Schiff war für meine langen Beine eine Herausforderung.

In Liloan angekommen wartete bereits ein Bus mit der mir bekannten Farbe. Dieser fuhr jedoch in die andere Richtung und ich wurde vom Fahrer auf einen weiteren Bus verwiesen, der kommen sollte. Nach über einer halben Stunde warten, ich war definitiv der Letzte der noch auf dem Hafengelände herumstand, fragte ich mich dann durch und musste feststellen, dass infolge einer Baustelle dieser Hafen für die Richtung nach Moalboal nicht angefahren wurde. So organisierte ich mir ein Tricycle und liess mich in Richtung Moalboal zum Busterminal von Santander bringen, wo ich dann auch von einem Bus aufgenommen wurde, der mich nach Moalboal brachte.

In Moalboal ankommen, wollten mich wie überall eine Horde Tricycle-Fahrer für die Weiterfahrt nach Panagsama für sich gewinnen. Ich wählte einen hageren, älteren Fahrer aus, von dem ich annahm, dass er wieder einmal eine so richtig gewinnbringende Fahrt mit einem Touristen nötig hatte. Er bedankte sich höflich und bat mich zu warten, dass er sein Fahrzeug holen konnte. Ich musste dann feststellen, dass dies keines der Fahrzeuge war, die auf dem Parkplatz standen, und er nach kurzer Wartezeit mit einer Rostlaube um die Ecke kam, der ich keine zehn Meter mit meinem, doch nicht so geringen Kampfgewischt und meinem Tauchgepäck zutraute.

So war es auch. Wir wurden von allem, was irgendwie Räder hatte, überholt, und nur wenn es bergab ging, konnte er sich den zweiten Gang leisten, ohne den Motor gleich abzuwürgen. Trotz allem erreichten wir nach geraumer Zeit mein gebuchtes Hotel, und ich durfte das massiv unbequeme Gefährt endlich verlassen.





Das Einchecken war schnell erledigt, und ich durfte mein Zimmer beziehen und für die nächsten vier Wochen einrichten. Er reichte noch für einen Spaziergang durch das mit Touristen gefüllte Panagsama, einen Mangoshake und eine Bier auf einer mir bereits bekannten Terrasse über dem Meer. Auch für das Tauchen habe ich mich bereits eingeschrieben und werde ab Montag früh meine weiteren Tauchgänge in Moalboal absolvieren.



Für den Abend habe ich mir nichts vorgenommen. Ich werde mich wahrscheinlich ins Gewühl von Panagsama begeben, mir was zwischen die Zähne suchen und mich irgendwo an eine Bar setzen, wo ich das Treiben eines Samstagabends beobachten kann.

Freitag, 27. Februar 2026

26.02.2026

Ein weiterer wunderschöner Tag und mein bereits letzter Tauchtag an dieser Station, bevor ich nach einem „Trocknungstag“ von Morgen weiterreisen werde.

In der Hoffnung, zwei weitere neue Plätze rund um Negros zu betauchen, stieg ich auf das Boot und wurde nicht enttäuscht.
Ich konnte meine letzten Tauchgänge hier in Dauin gemeinsam mit dem Schweizer Stefan geniessen. Dieser wollte unbedingt ein GoPro-Video, was mich veranlasste, die Tauchgänge einmal aus einer anderen Sicht, als lediglich der sogenannten Highlights anzusehen, was auch für mich sehr interessant war. Man schärft so auch das Auge auf das Umfeld und stellt verblüfft fest, dass es neben der Suche nach den noch so kleinen Gefiecher auch viele andere Dinge zu bestaunen gibt.

Zurück an der Basis lud ich die Videosquenzen direkt aus meinem iPad und ließ diese automatisch durch die GoPro-eigene App bearbeiten und mir pro Tauchgang ein ganz akzeptables Video zusammenstellen. Leider wurde es mir durch das fehlende Internet verwehrt, diese Videos auch gleich direkt in meinen YouTube-Kanal zu speichern.


















Das Tauchmaterial, das nun einmal sauber mit Süsswasser ausgewaschen war, hängte ich weiterhin in der Basis auf, wo es seine erste „Abtropfphase“ machen konnte, bevor ich es dann morgen mit zu mir auf den Balkon nehme, in der Hoffnung, es soweit trocken zu kriegen, dass meine Weiterreise am Samstag nicht noch mit schwererem Gepäck vonstatten geht.

Der Nachmittag, oder eben der Rest, der nach zwei Tauchgängen noch blieb, verbrachte ich, da das Internet nun komplett ausgefallen ist und ich nach etlichen Versuchen, meinen Blog online zu stellen, aufgab, einmal mehr lesend, resp. schlafend auf meinem Balkon, wobei ich versuchte, bereits meine Lampe, Kopfhaube usw. zu trocknen, was bei dieser Luftfeuchtigkeit fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

25.02.2026 Bonnets Corner

So kann es von mir aus bleiben. Bereits beim Aufstehen sah ich keine einzige Wolke am Himmel. Der Wind war sehr zurückhaltend und die Temperaturen bereits in einem Niveau, wo man sich so richtig freut, ins Wasser zu springen.

Ich habe mich wieder für zwei Local Dives eingeschrieben und konnte auch gleich aufs Boot, wo meine Tauchsachen bereits auf mich warteten. Ich zwängte mich in den seit nun schon fast zwei Wochen nassen Anzug, kontrollierte Luft und Funktionen und schon sprangen wir ins Wasser.

Bereits beim Abstieg fragte ich mich, was wir hier wollten. Weit und breit war keine Koralle zu sehen, sondern nur Kies und Sand. Erst nach einer halben Stunde und dem Finden eines Mimikokopusses und eines Blauring-Oktopusses fand dann auch ich diesen Tauchgang super interessant.
(Auszug aus Wikipedia: Der Blauring-Oktopus ist einer der giftigsten Meeresbewohner, dessen Biss durch das Nervengift Tetrodotoxin (TTX) tödlich wirken kann. Obwohl er meist nur golfballgroß ist, produziert er genug Gift, um 26 Menschen zu töten. Es gibt kein Gegengift, und Lähmungen können innerhalb weniger Minuten zum Atemstillstand führen.)










Der zweite Tauchgang war dann wieder in der hier üblichen Umgebung mit einem schönen Korallenriff, wo man stundenlang drin herumstöbern kann. Nach über einer Stunde waren wir dann wieder auf dem Boot, verräumten unsere sieben Sachen während der Rückfahrt, entsalzten die Ausrüstung in der Basis und ich machte mich gleich auf den Weg ins Hotel, um die Bilder des heutigen Tages in die lange, lange Warteschleife des Hotel-WLANs zu stellen. Den Rest des Nachmittags genoss ich auf dem Hotelbalkon, den ich nur für ein kleines Nudelgericht (Pancit) verliess.





Der Abend, die Dusche funktionierte wieder wie gehabt, begab ich mich noch einmal mit Stefan als meinem Fahrer nach Dumaguete, um mir mein vor Tagen so gemundetes Filet noch einmal zu gönnen.

Mittwoch, 25. Februar 2026

24.02.2026 Apo Island zum zweiten

Der Morgen versprach einen wunderschönen Tag. Bereit in der Früh konnte ich die Sonne auf meinem Balkon geniessen. Der Wind war wie weggeblasen und der See ruhig. Dies deutet auf eine gemütliche Überfahrt auf die Insel Apo, mit ihren über zwölf verschiedenen Tauchplätzen, drei schönen Tauchgängen, mit der bestmöglichen Lichteinstrahlung.

Tauchmaterial vorbereiten, Kaffee trinken und schon ging es ab aufs Boot. Wie geahnt konnten wir eine herrliche Fahrt geniessen, bevor wir uns für den ersten Tauchgang vorbereiteten und in einer kleinen Gruppe von vier Tauchern ins Wasser sprangen. Auch unter Wasser wurden wir nicht enttäuscht und konnten über einer Stunde, das mit monströsen Tischkorallen übersäte Riff auskosten. Auch die Tauchgänge zwei und drei konnten an verschiedenen Plätzen, nach jeweils einer ausgiebigen Oberflächenpause, die zur Entsättigung des Körpers von überschüssig aufgenommenen Stickstoff zu befreien, genossen werden.














Durch das schöne warme Wetter inspiriert, entledigte ich mich meines Tauchanzuges bereits auf dem Boot, schmierte mich mit einer tollen Schicht Sonnencreme ein und genoss die Rückfahrt auf dem Deck in vollen Zügen.



Der Nachmittag war bei der Rückkehr auch schon bald Geschichte und ich versuchte mich einmal mehr auf dem Balkon, meinen Blog und meine Fotos online zu stellen, was mir trotz allem Üben und Fluchen nicht gelang und ich dieses Unterfangen auf den späten Abend verschieben musste. So wendete ich mich unverrichteter Dinge der Körperpflege zu und begab mich in die Dusche. Wie verhext funktionierte auch diese nicht oder nur sporadisch und die normalerweise vier bis fünf Wasserstrale waren noch mehrheitlich mit viel Luft versetzt. Auch bei meiner, nicht mehr so üppigen Haarpracht war dies bereits ein schwieriges und zeitintensives Unterfangen. (Ich möchte nicht wissen, wie das all die Frauen in diesem Resort gemacht haben.)

Der Abend liess ich dann ruhig angehen, genoss ein Abendessen in einem sehr schönen Gartenrestaurant an der Hauptstraße, genoss noch Ihr eigenes IPA-Bier und verschwand weit vor Mitternacht zurück in mein Zimmer.