Sonntag, 8. März 2026

07.03.2026 Sardinen soweit das Auge reicht

Gespannt, was mich heute am Hausriff erwartet stellte ich, nach dem obligaten Kaffee noch vor sieben Uhr, mein Tauchmaterial zusammen, montierte das Blei direkt an der Basis an mein Vesti und schleppte das ganze „Gerödel“ direkt vor der Basis zum Wasser.
Mir wurde heute den Luxus zuteil, dass ich einen Guide nur für mich hatte.

Bei hüfthohem Wasser liessen wir uns fallen und schwammen über das von den abertausenden Tauchern und Schnorchler völlig zertrampelte Riffdach an die Riffkante, wo wir uns bis auf 15 Meter fallen liessen. Wie schon auf dem Riffdach waren wir auch in dieser Tiefe nicht alleine und mein Guide musste höllisch aufpassen, mich nicht zu verlieren.
Bereits nach wenigen Minuten Tauchen erreichten wir den weltbekannten Sardinenschwarm von Moalboal, ein Schiwarm von gigantischem Ausmass, der sich trotz all der Touristen mit ihren Kameras, GoPros und Selfisticks nicht aus der Ruhe bringen lässt und seit Jahren diesen doch so frequentierten Ort nicht gegen ruhigeres Gewässer austauscht.

Einmal diesen Schwarm gesehen, gab es auch für mich kein Halten mehr und ich durchquerte die abertausenden von Fischen in allen Himmelsrichtungen. Mein Guide hatte seine Liebe zur Mühe, mir zu folgen, während er jedoch in störrischer Ruhe eine Stunde lang aushielt.

Das ewige Auf und Ab machte sich am Ende des Tauchganges auch an meinen Ohren bemerkbar, sodass ich mich entschied, es bei einem Tauchgang am Tag zu belassen, um nicht meine weiteren Tauchferien zu gefährden, und schrieb mich somit gleich für den nächsten Tag für einen weiteren Tauchgang in diesem Schwarm ein.











Zurück im Zimmer, den Kopf immer noch voll von diesen Bildern, seifte ich mich unter der Dusche gehörig mit Seife ein. Als ich dann zum Abwaschen der Seife kam, versagte mein schon immer recht spärlicher Wasserdruck komplett und ich stand nun da, sauber eingeseift und ohne eine Möglichkeit, diese wieder abzuwaschen oder mich in dieser Situation bei der Rezeption zu melden. Ich versuchte lange Zeit, mich mit dem spärlichen Wasser, das noch aus dem Wasserhahn am Waschbecken tropfte, von der Seife zu befreien, was mehr recht als schlecht gelang.

Noch voller Seife und in Badehosen begab ich mich dann doch an die Rezeption, um mein Malheur zu melden. Ein freundliches Kichern, eine Entschuldung und ein Umstellen auf einen zweiten Wassertank waren das Resultat und ich konnte endlich mein duschen beenden.

Sauber geduscht und von der Seife endlich befreit, ging es dann zu einem kleinen Lunch an der Strasse und zu einem weiteren gemütlichen Nachmittag auf der Terrasse des Hotels.
Auch den Abend verbrachte ich unweit des Hotels in einer Bar und genoss das allsamstägliche Schaulaufen der Touristen und der Einheimischen Bevölkerung.

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