Montag, 30. März 2026

29.03.2026 Granador 25 Kilogramm Reis

Bereits um neun Uhr war mein Bett mit all meinen Habseligkeiten belegt und ich versuchte mich zu erinnern, wie all diese Sachen bei der Hinreise überhaupt Platz gehabt haben. Ich hatte ja ein Paar T-Shits mehr, musste jedoch meinen Neoprenanzug nicht mehr einpacken. Diesen habe ich nach nunmehr über 12 Jahren komplett geschlissen und ich entschied mich, diesen gleich in der Basis zu lassen und musste feststellen, dass der Anzug nicht in den Kehricht wandert, sondern für weitere Einsätze dienen wird. Die Tauchguides haben sich bereits unterhalten, wie man die völlig zerlumpten Arme und Beine des Anzuges abschneiden kann und daraus ein Shorty zu machen. So wird auch mein Anzug, zwar verkürzt, aber noch ein zweites Leben erhalten.
Stand die Einordnung in der Tauchtasche einmal fest, gönnte ich mir ein Frühstück mit Reis und Eiern, bevor ich dann den ersten Versuch startete.
Alles ging glatt und ich konnte schon kurz nach dem Mittag mit meiner Siesta beginnen, die ich ein letztes Mal ausgiebig genoss.
Erst danach ging es unter die Dusche und ein letztes Mahl mit dem Motorrad Richtung Markt in Moalboal. Mein Ziel war es, für die Familie noch einen Sack Reis zu kaufen, den ich ihnen am Abend bei meiner Verabschiedung schenken wollte.
Den Reisstand habe ich schnell gefunden, hatte jedoch keinen Plan, welcher Reis jetzt der Richtige ist, und die Auswahl war riesengross. Ich liess mich beraten, respektive lenken, welcher Reis nun das Beste ist, und natürlich war das auch der teuerste. Da der Preisunterschied bei 25 Kg nicht größer als 4 CHF war, liess ich mich überreden und kaufte den gelben Granador Reis. Der Sack war definitiv grösser, als ich es mir vorgestellt hatte, und er wurde mir von einem Träger sogar bis zu meinem Motorrad gebracht.



Wieder einmal breitbeinig, ohne anständigen Platz für meine Füße hinzustellen, fuhr ich die 6 Km über die holprige Strasse wieder zurück.
Da die ganze Schüttlerei mir immer wieder meine Flipflops von den Füßen zerrte, musste ich zweimal anhalten, um diese nicht zu verlieren.
Einen weiteren Stopp machte ich bei einer Tankstelle, um mein Motorrad morgen mit vollem Tank wieder abgeben zu können.

Zwischen dem ersten Tanken, noch auf der Insel Negros, wo ich 59 PH cent bezahlt habe, und heute haben sich die Preise fast verdoppelt und ich bezahlte nun schon 99 PH cent. Auch hier sind die Auswirkungen des Krieges gut zu spüren. Vergleicht man den philippinischen Durchschnittsverdienst mit dem Benzinpreis, müssen sie hier für 5 Liter Benzin nun schon einen ganzen Tag arbeiten.
Den Rest des Nachmittag verbrachte ich mit Blog schreiben bei einem kühlen Bier auf der Terrasse.
Kurz nach dem Eindunkeln machte ich mich noch ein letztes Mal auf den Weg zur Familie, die ich mit meinem Sack Reis gehörig überraschen konnte.
Wir verabschiedeten uns mit einem Bier, das gemeinsam wie hier üblich aus dem gleichen Becher getrunken wurde und natürlich wurde wieder essen aufgetischt. Danach fuhr ich wieder zurück ins Hotel, wo ich mein Motorrad nach nun 30 Tagen im Innenhof parkte und mich auch von diesem Verabschiedete.







Am späteren Abend gönnte ich mir noch eine Pizza in einem guten Restaurant, bevor es nach einem weiteren Bier zurück in mein klimatisiertes Zimmer ging.

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