Mittwoch, 25. März 2026

24.03.2026 Withe Beach South

Der erste Tauchgang am Morgen ist einfach immer der Beste. Die ganzen Touristenströme, ja, man kann hier definitiv von Overtourismus sprechen, schlafen zu dieser Zeit noch und man kann den Tag ruhig angehen. Die Dive Guides lungern ebenfalls verschlafen in der Basis herum und warten auf ihr morgendliches Einsatzbriefing, das meistens in einer heftigen Diskussion endet. In dieser Zeit geniesse ich meinen Kaffee draussen auf der Bank, bevor ich meine Sachen zusammenpacke und aufs Boot gehe.

Heute waren wir lediglich drei Taucher und ich hatte wieder einmal die Ehre, einen Guide für mich alleine zu haben, der eigentlich nur ziellos nebenher schwamm, mich drei Mal ungläubig nach meinem Luftvorrat fragte und mich sonst jedoch komplett in Ruhe liess.

Der Withe Beach ist ein wunderschöner Sandstrand, aber unter Wasser definitiv nicht mein Lieblingstauchgebiet. Die Sicht war mässig und Sehenswertes hielt sich ebenfalls in Grenzen.








Zurück in der Basis entschied ich mich auch heute, dass ein Tauchgang genug ist. Ich meldete mich für den morgigen Tag wieder an und fuhr zurück ins Hotel, unter die Dusche und dem Ritual der Ohrenpflege.

Der Hunger zwang mich dann anstelle einer Siesta in ein Restaurant zu gehen, wo ich mir einen Caesar Salat gönnte.
Nach einer sehr kurzen Siesta fuhr ich nach Moalboal, um mir in der Apotheke einen Ingwer-Saft gegen meinen immer noch anhaltenden Husten zu kaufen.
Auf dem Rückweg, der voll mit den Schülern in Uniform war, besuchte ich Catherine, die älteste Tochter unserer befreundeten Familie, in ihrem Schulzimmer, wo sie als Lehrerin tätig ist.
Das Zimmer strotzte vor Einfachheit. Es war brütend heiss und ich konnte mir fast nicht vorstellen, dass Sie auf diesem kleinen Raum 24 SchülerInnen unterrichtet. In einem offenen Durchgang befand sich auch eine Küche, die den Namen jedoch nicht verdiente, die Ihr für Morgenessen und Mittagessen diente. Die Kochplatte war zerbrochen und nicht mehr zu gebrauchen, und auch der Rest war sehr spartanisch eingerichtet.
Nach einem herzlichen Gespräch verabschiedete ich mich, fuhr noch einmal zurück nach Moalboal ins Einkaufszentrum und kaufte für gerade einmal 40 Franken eine Induktionskochplatte inkl. Pfanne.
Catherine war noch am ausdrucken, was wahrscheinlich am Abend Ihre Hauptbeschäftigung ist, und war erstaunt, mich wieder in der Tür zu sehen. Die Übergabe dieses Geschenkes, die glücklichen und erstaunten Augen von Catherine zu sehen, war für mich sehr herzerwärmend.




Der Abend begann somit etwas später und verlief mit einer weiteren Portion Reis, Hühnchen und einem Bier an der Flanierstrasse.

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