Ich hatte wieder die Ehre, einen Guide für mich alleine zu haben, was heute auch mein Glück war.
Bereits in der Nacht weckte mich ein Husten und eine verstopfte Nase einige Male. Die Papier-Nastücher sind schon lange aufgebraucht und ich musste mir meine Nase wie die einheimischen aus der bekannten Rolle mit den einzeln perforierten Blättern meine Nastücher in geeigneter Grösse zurecht falten.
Einmal auf einer Tiefe von 5 Metern angekommen, ging nichts mehr. Trotz aller Verrenkungen mit Hals, Mund und Zunge, wie auch einer Salzwasserspülung (Maske weg, Wasser durch die Nase einziehen und durch den Mund ausspucken), konnte ich keinen Druckausgleich im linken Ohr mehr machen.
Meinem Guide, der geduldig auf mich wartete und meine Bemühungen interessiert verfolgte, gab ich dann zu verstehen, dass wir den Tauchgang in dieser Tiefe zu absolvieren haben. So tauchten wir die ganze Stunde in der 5-Meter-Tiefe an der Riffkante entlang und konnten trotz allem noch etliches Sehen und Geniessen.
Ich fuhr nach Hause, behandelte meine Ohren mit den altbekannten Tauchertropfen und spülte sie dann infolge fehlendem Wasser in der Dusche mit Mineralwasser aus.
Ich organisierte ein weiteres Mal an der Rezeption, dass auf einen neuen Tank umgestellt wurde und die Wasserpumpe wieder in Betrieb genommen wurde, sodass auch ich noch richtig duschen und meine Ohren ausspülen konnte.
Mit einer speziellen Salbe vollgestrichenen Ohren machte ich mich dann auf den Weg zu einem Lunch, den ich in einem einfachen philippinischen Restaurant zu mir nahm. Ich bestellte „Chicken Sisig“ und erwartete Hühnerfleisch. Doch es kam Hühnerleber mit viel Ingwer und wenig Reis.
In der Hoffnung, dass der Ingwer meine Erkältung schneller wegputzt ass ich trotzdem die ganze Platte und bestellte mir danach noch einen Mango Shake, um meinen Geruch im Mund doch noch ein bisschen aufzufrischen.
Den Nachmittag verbrachte ich in erster Linie hustend und schniefend auf der Terrasse, probierte es noch mit einem „Gesundheitsschlaf“, bevor ich mir noch eine weitere Schicht Salbe in die Gehörgänge strich und mich auf ein Nachessen an der Flanierstrasse aufmachte.
Wie der Tag begonnen hat, beendete ich den Tag immer noch hustend und schniefend.





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