Freitag, 6. März 2026

05.03.2026 Airplane Wreck

Jetzt wollten Sie aber wissen. Anstelle des kleineren Auslegerbootes mit Außenborder, dass bei Wellen nicht gerate seine Stärken ausspielen konnte, stellten sie ein recht grosses Boot für die wenigen Taucher, die am Morgen in aller Herrgottsfrühe unbedingt tauchen wollten.
Mit lediglich acht Tauchern beladen nahmen wir Kurs auf den Tauchplatz Airplane Wreck. Wie es der Name schon verspricht, erwartete ich auch einen Wrecktauchgang.
Recht gesittet fuhren wir durch die immer noch großen Wellen der Insel entlang Richtung Norden und erreichten den Platz in kaum mehr als einer halben Stunde.

Beim Briefing über diesen Tauchplatz wurde dann auch das Geheimnis gelüftet. Vom Wreck, das wirklich einmal ein Flugzeug war, befindet sich lediglich noch ein Flügel in Tauchtiefe, der Rest des Flugzeuges wurde über die Jahre und die vielen Stürmen in die unendlichen Tiefen des Meeres verfrachtet. Der Tauchgang ansonsten war dann bei mäßiger Sicht, man ist hier ja auch schon verwöhnt, und durchzogenem Korallenbewuchs, nicht in den vordersten Rängen von Moalboal anzusiedeln. 
Nach einer Stunde Tauchen und einer Stunde Oberflächenpause an der Basis fuhren wir, in dieser Wetterlage sichersten Tauchplatz auf Pescador, wo wir eine weitere Stunde an der wunderschönen Steilwand verbrachten.
Der Tauchgang war ein sogenannter „back to Boat“ Tauchgang. Das heißt, dass alle Taucher wieder selber zurück zum Boot finden müssen und das Boot uns nicht an einer frei gewählten Aufstiesstelle abholen kommt.














Zurück auf dem Boot behielt ich in leiser Vorahnung auch die Kopfhaube auf, da ich wieder eine sehr wasserreiche Rückfahrt gegen die Wellen erwartete.
Nach zwanzig Minuten, als ich bereits wieder an zu schwitzen begann und die Haube schon längst ausgezogen habe, wurden wir dann informiert, dass es ein Problem mit dem Motor gibt und ein Mechaniker vom Festland angefordert wurde. Dieser kam dann auch mit einer sehr dürftigen Werkzeugtasche und versuchte eine weitere Stunde, den Motor wieder zum Laufen zu bringen.
Dieses Unterfangen war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und so mussten wir die Überfahrt zur Basis mit einem kleinen Trailer in Angriff nehmen, wo wir mit einer Verspätung von über zwei Stunden dann auch endlich ankamen. Die Tauchausrüstungen blieben auf dem Boot und so musste ich mich lediglich meines Anzuges entledigen, auswaschen und aufhängen, und schon war ich mit meinem Motorrad wieder auf dem Weg zurück ins Hotel.




Die ganze Zeit im Neoprenanzug in dieser Hitze laugte mich so aus, dass ich nach einer kühlenden Dusche zuerst einmal die „News von meinem Kopfkissen abholen“ musste, was sehr schnell in einen Tiefschlaf wechselte und ich erst gegen 20 Uhr wieder erwachte.

Noch den Blog schreiben und danach musste ich mich schon fast beeilen, dass ich noch etwas zwischen die Zähne kriegte. Anstelle der Siesta auf meiner Terrasse durfte ich nun in einer Bar, am einen der Strasse nahegelegenen Tisch, dem nächtlichen Treiben von Panagsama Beach zuschauen.

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