So gegen neun gönnte ich mir ein philippinisches Frühstück, das für den ganzen Tag ausreichen sollte.
Ich packte Helm und Motorrad, befestigte mein Handy an der altertümlichen Halterung und machte mich auf den Weg in die Berge. Auf der Karte fand ich eine Quelle, die ich mir ansehen wollte.
Die Strecke führte mich durch Moalboal hindurch und dann in einer steten Steigung den Berg hinauf. Je weiter ich hinaufkam, desto steiler wurde es und desto schlechter wurde auch die Strasse. Nach ca. vierzig Minuten brannte der Hintern wie auch die Armmuskulatur so, dass ich mich an den Strassenrand setzen musste, um mich erst mal zu erholen, bevor ich die letzte Etappe in Angriff nahm. Diese hatte es in sich. Die Beine weit von mir gestreckt, mehr laufend als fahrend, brachte ich es noch ca. einen Kilometer weit, bis gar nicht mehr ging. Ich schloss das Motorrad ab, befestigte den Helm am Lenker und absolvierte die letzte Strecke zu Fuss.
Die Quelle habe ich dann nach ca. einer Viertelstunde auch gefunden. Weit und breit keine Menschen oder, wie es hier auch so üblich ist, irgend ein Krämerladen, wo man sich etwas zu Trinken hätte kaufen können. So verbrachte ich meine Zeit an der Quelle alleine respektive zusammen mit einer Maria-Statue, erkundete noch ein bisschen die Umgebung und wanderte dann gemächlich wieder zurück zu meinem Motorrad.
Da ich bereits auf der Hinfahrt für die letzte Strecke mein Handy im Sack verstaute, da ich der Halterung diese Schütteln nicht zutraute, blieb es auch auf der Rückfahrt in meinem Hosensack. Das Ergebnis kam postwendend und ich verfuhr mich komplett. In einer Region, wo ich wieder eine einigermassen, für philippinische Verhältnisse normale Strasse unter den Rädern hatte, orientierte ich mich neu und fuhr dann in einem weiten Bogen über Ronda und Allegra, wo ich mir noch einen kalten Kaffee, sprich Wasser mit Kaffeegeschmack und Eiswürfeln gönnte, zurück nach Moalboal.
Die Sonne war bereits am untergehen und dieses Spektakel wollte ich von der Hafenmauer mit einer Mangoshake in der Hand miterleben.Da es hier nach Sonnenuntergang sehr schnell dunkel wird, fuhr ich die letzten Kilometer zu meinem Hotel in der Dunkelheit zurück.
Verschwitzt, müde und schmutzig erreichte ich das Hotel, wo ich mir als erste eine Dusche gönnte, bevor ich mit dem Blog schreiben anfing.


















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