Mit drei Motorrädern und sieben Personen, man beachte, dass ich alleine fuhr, starteten wir Richtung Badian.
An der Station angekommen, tauschten wir unsere Helme gegen Schwimmwesten aus, liefen ca. 20 Minuten über eine Brückenähnlicher Pfad durch die Mangrovenlandschaft Richtung Meer, wo wir dann von einem kleinen Boot in Empfang genommen wurden, das uns zu der Floating Village chauffierte.
Die Floating Village war eine, auf alten Oelfässern mit Bambus gebaute Plattform, wo es die, für die Philippinen bekannten Partyabteile gab. Jede Gruppe besetzte so ein Abteil und verbrachte die Zeit mit selbst mitgebrachtem Essen und Trinken.
Ich glaube, die Familie hat die ganze Nacht für diese Mahlzeit geschuftet. Es hatte alles, was das Herz begehrte und noch viel mehr. Ich glaube, all die Viecher, die ich in den letzten Wochen unter Wasser gesehen habe, lagen nun vor mir. Ebenfalls wurde Huhn mit Leber, Herz und Füssen, wie auch Schwein, das Kreuz und Quer in kleine Stücke geschnitten wurde, serviert. Es blieb mir da nicht anderes übrig, als dass ich von allem ein kleines Stück probierte. Bis auf die gruselig aussehenden Austern, wo ich eine Allergie erfand, um diese nicht essen zu müssen.
Ich war auch der Einzige, der einen Löffel zum Essen brauchte. Das andere Besteck diente lediglich zum Schöpfen.
In der zweiten Runde des Essens gab ich vor, viel zu satt zu sein und bediente mich lediglich noch an ein paar Muscheln und einer in Palmblätter eingewickelten und gedämpften „Reisknolle“, die so zusammenklebte, dass man wie bei einem Brötchen abbeissen konnte.
Wir verabschiedeten uns noch vor Ort und ich konnte die Heimreise, den Weg kannte ich ja nun, alleine mit meiner gewünschten Geschwindigkeit antreten.
Im Hotel angekommen, verstaute ich die in der Zwischenzeit getrockneten Tauchsachen und nahm den Wäscheständer gleich wieder mit den neuen nassen Sachen in Beschlag. Da auf den Philippinen in den Kleider gebadet wird, waren es auch bei mir nicht nur die Badehosen, die nass waren.
Die fehlende Siesta, die Sonne, die Hitze und all die Aktivitäten gingen nicht spurlos an mir vorbei. Das Nachtessen liess ich ganz ausfallen und ich verkürzte sogar die Zeit an der Flanierstrasse mit einem Bier, um mich noch vor 10 Uhr ins Bett zu legen.























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