Dienstag, 3. März 2020

03.03.2020 THRESHER SHARK erster Versuch

Bereits um vier Uhr holte mich der Wecker aus den Federn. Meine sieben Sachen hatte ich noch am Vorabend gepackt und es ging bereits los, Richtung Tauchbasis um die legendären Fuchshaie zu sehen.
Das Boot startete noch in der Dunkelheit und nach 30 Minuten beim anbrechen des Tages sprangen wir ins Wasser, tauchten rasch auf 25 Meter und sahen …. Nichts….
Ich hatte mir extra noch eine Nitrox Flasche (32% Sauerstoff) geordert, um auf dieser Tiefe die Dekompressionszeit möglichst lange hinaus zu zögern. Auch diese Zeit hat nicht gereicht, einem dieser Haie zu begegnen. Unverrichteter Dinge kehrten wir nach einer Stunde um und waren bereits kurz nach sieben Uhr wieder zurück in der Tauchbasis, wo ich mich gleich für einen weiteren Versuch am morgigen Tag wieder eingeschrieben habe.
Bis zu regulären Tagestrip blieb mir somit noch genügend Zeit, mich um ein anständiges Frühstück, Spiegeleier mit Cornbeef und Reis, zu kümmern.




Kurz nach neun Uhr startete der Tagesausflug Richtung Calanggaman Islands, wobei ich die zwei Stunden Fahrzeit vorwiegend lesend verbrachte. Herausgerissen aus den Tiefen meines Trillers sprang ich ins Wasser und erlebte einen wunderschönen Tauchgang an einer senkrechten Wand deren Riff-Top mit den schönsten Hartkorallen übersäht war. Da das Vertrauen in meine Tauchkünste nun schon gewachsen ist, blieben auch der Massregelungen des Dive Guides aus, und ich konnte gemütlich in geraumem Abstand einem australischen Paar hinterher gurken.








Zum Lunch, der bei diesen Tages Trip inklusive ist, gab es Reis in Blockform, Zement-Nudeln, Holzkohle-Fisch und Gummiadler.
Vorausschauend habe ich mir vor dem Start noch ein Sandwich machen lassen, das meine Vorfreude für die kulinarische Aufbesserung während der Rückfahrt um so grösser anwachsen liess.

Den Verdauungsspaziergang konnten wir anschliessend auf der Leuchtturm-Insel selbst machen.










Der zweite Tauchgang machten wir an der gegenüberliegenden Seite der Insel mit der gleichen super Sicht und eine Riff-Top, dass kaum zu toppen ist.






Die lange Rückfahrt mit Sandwiches, Buch lesen und der Anstrengung die Augen offen zu behalten beendete auch sogleich den Tag. Es blieb nur noch das Auswaschen der Ausrüstung während des eindunklens und ein abschliessendes Bier mit dem Australier.

Die Zeit für die Vorbereitung des morgigen Tages und des Blogschreibens muss ich mir bereits von meiner Nachtruhe er stehlen.
Das anschliessende Programm für den heutigen Abend ist somit auch schnell gemacht. «Duschen, viel Wasser trinken und schlafen»

Montag, 2. März 2020

02.03.2020 diving day trip «GOTO ISLANDS»

Nach einer unruhigen Nacht holte mich der Wecker um sieben Uhr aus den Federn.
Mein Brummschädel verriet mir, dass ich gefühlte hundert Mal aufgestanden bin um mittels Klimaanlage, Ventilator und Fenster zu versuchen, eine Raumtemperatur zu finden die das einschlafen ermöglichte, nicht aber gleich eine Erkältung verursachte. Dies alles ohne jegliche Fernbedienungen.
Ich habe die Einstellungen noch nicht gefunden und werde mich wohl noch eine weitere Nacht bemühen müssen.

Das Restaurant hatte bereits offen und ich konnte mein erstes Frühstück bestellen. Toast mit Spiegeleiern, wie ich es mir gewohnt bin. Auch diese Bestellung lag in der Lernkurve noch weit unten. Das Toastbrot stammte mit grosser Wahrscheinlichkeit aus dem Rohstofflager einer Gummifabrik. So werde ich mich das nächste Mal nach einem einheimischen Frühstück, Eier mit Reis, zu richten haben.

Gespannt und viel zu früh war ich auf der Tauchbasis angekommen, konnte mir in Ruhe ein Sandwich für den Mittag bestellen und den Gummi-Geschmack mit einem feinen Cappuccino hinunterspülen.
Das Material wurde bereits von fleissigen Händen auf das Boot gebracht und wir konnten ohne Verspätung Richtung Goto Islands ablegen.
Der erste Sprung ins Wasser ist, wie der erste Schluck Bier, immer der schönste.
Da spielte es für mich auch keine Rolle, dass die Sicht eher mittelmässig war. Die Highlights wie Seepferdchen, Seeschlangen und schlafende Weisspitz-Riff-Haie liessen sich auch so sehen.








Nach einer kurzen Mittagspause, das Briefing versprach am Ausgang eines ca. 50 Meter langen, höhlenähnlichen Tunnels, auf zwanzig Meter Tiefe, weitere Riff-Haie.
Ein wunderschöner Anblick bot es uns dann auch am Höhlenausgang, als wir nach ca. 10 Minuten im Tunnel und einem erfolglosen Filmversuch einer gebänderten Seeschlange mit meiner GoPro, ankamen. Bei klarem Wasser würde ich diesem Platz glatt eine zehn geben, aber man kann ja nicht alles bereits am ersten Tauch-Tag haben.




 





Zurück in der Basis konnte ich mich bereits für den morgigen Tag einschreiben, meine ersten Reparaturarbeiten an meiner Ausrüstung vornehmen und mich an der Basis eigenen Bar genüsslich einem Bier widmen.
Der kurze Rest des Nachmittages verbrachte ich mit Lesen auf meiner Terasse.






Die Vorbereitungen für den morgigen Tag stehen noch aus, ein Nachtessen soll auch noch dazu kommen und die Nachtruhe beginnt für mich heute sehr früh, da es bereits um 4 Uhr Tagwache gibt, um mein erster Tauchgang mit den Fuchs-Haien zu geniessen.

Sonntag, 1. März 2020

01.03.2020. CEBU to Malapascua

Zu einer unchristlichen Zeit, schon vor sieben Uhr riss mich mein Wecker aus dem endlich gefundenen Tiefschlaf.
Ich traf die letzten Vorbereitungen, bezahlte meine Hotelrechnung und orderte durch den Wachdienst des Hotels ein Taxi.
Was da jedoch gekommen ist konnte man beim besten Willen kein Taxi nennen. Ich habe noch nie gesehen, dass so viele rote Lichter am Armaturenbrett aufleuchten und sich das Fahrzeug trotzdem bewegen und bremsen konnte. Jedenfalls bin ich holpernd und hupend nach ca. 30-minütiger Fahrt heil am Bus Terminal angekommen.
Ein Bus stand bereits angeschrieben in seiner Box und so musste ich lediglich mein Gepäck verstauen und auf die Abfahrt warten. Es reichte gerade noch für zwei gekochte Eier ohne Wasser hinunter zu würgen und schon ging die Fahrt los. Der Bus war kaum besser als das Taxi, hatte jedoch über allen Sitzen einen Plastiküberzug der so rutschig war dass man schon beim normalen fahren das Gefühl hatte, unter den vorderen Sitz zu rutschen. Beim Bremsen musste man sich mit allen vieren festhalten, um nicht dem Vordermann das Haupt zu küssen.




Der Fahrer jedenfalls muss ein freundlicher Kerl gewesen sein. Jeder Gast, der unterwegs zugestiegen ist, wurde metergenau nach seinem Wunsch wieder abgesetzt uns so brauchten wir für die Strecke von ca. 130 Km mehr als vier Stunden.
Nach der langen ersehnten Ankunft und der Begleichung der Fahrkosten die, die fünf Franken Grenze nicht überstiegen, durfte ich mich zu einen weiteren Gesundheitscheck für die Insel Malapascua anstellen.
Eine gute halbe Stunde später musste ich dann feststellen, dass ich es heute nur mit Abbruchmaschinen zu tun hatte.





Auch das Boote hatte seinen Zenit bereits Generationen vor mir überschritten. Jedoch auch hier war dem Preis von 2 Franken für eine 40-minütige Überfahrt dem Zustand des Bootes angemessen.
Das es auf Malapascua gar keinen Anlegesteg gibt wusste ich nicht. Die Fähre landete einfach im Flachwasser und lies eine Hühnerleiter ins Wasser. Mit dem schweren Tauch-Rucksack hinten und dem Handgepäck-Rucksack vorne brauchte man schon seiltänzerische Begabung, ohne Zwischenfall an Land zu kommen, was mir ohne der helfenden Hände der «Bootjungs» auch nicht gelungen wäre.
Einmal an Land konnte ich den Rucksack trotz meiner Rollen nicht ablegen und musste wie ein Lastesel die ganze Strecke im Sand zum Resort auf mich nehmen, was eine weitere Serie verschwitzter Kleider mit sich trug.





Ab dem Eingang überliess ich es dann dem Hotel mir das Gepäck für ein gutes Trinkgeld, zuerst in ein Zimmer, dass ich jedoch nicht akzeptierte, da ich ein Bungalow reserviert hatte, und weiter zu meinem Bungalow zu transportieren.
Bis zum Anbruch der Dunkelheit verbrachte ich dann mit Vorbereitungen für meinen ersten Tauchausflug von morgen. Es reichte gerade noch den Rest des Sonnenuntergangs auf der Resort eigenen Terrasse bei einem Gin Tonic zu verbringen.





Jetzt schreibe ich bei Dunkelheit auf meiner eigenen Terrasse den Blog. Den Schalter für das Terrassenlicht habe ich n och nicht gefunden und da es bei allen Bungalows finster ist, werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft nicht Herr über dieses Licht sein.