Den Abend verbrachte ich dann noch ein letztes Mal mit Stefan, dem Schweizer, den ich in Dauin kennenlernte und der auch vor Ort einen eigenen Wohnsitz hat, in Dumaguete in einem wunderschönen, ja schon fast museumsreifen Haus, das im Hochland von Cebu abgebaut und in Meeresnähe von Dumaguete wieder aufgebaut und als Restaurant umfunktioniert wurde. Nach dem Nachtessen machten wir noch eine Tour durch die Bars an der Promenade und schon war es an der Zeit, meine letzte Nacht in Negros anzutreten.
Bereits nach einer kurzen Wartezeit von weniger als dreissig Minuten durfte ich mit meinem frisch gekauften Ticket für umgerechnet CHF 1.80 die Fähre nach Liloan betreten. Das Meer war mir gut gesonnen und die Überfahrt gestaltete sich sehr ruhig. Lediglich die Sitzen auf den schmalen Holzbänken im komplett überfüllten Schiff war für meine langen Beine eine Herausforderung.
In Liloan angekommen wartete bereits ein Bus mit der mir bekannten Farbe. Dieser fuhr jedoch in die andere Richtung und ich wurde vom Fahrer auf einen weiteren Bus verwiesen, der kommen sollte. Nach über einer halben Stunde warten, ich war definitiv der Letzte der noch auf dem Hafengelände herumstand, fragte ich mich dann durch und musste feststellen, dass infolge einer Baustelle dieser Hafen für die Richtung nach Moalboal nicht angefahren wurde. So organisierte ich mir ein Tricycle und liess mich in Richtung Moalboal zum Busterminal von Santander bringen, wo ich dann auch von einem Bus aufgenommen wurde, der mich nach Moalboal brachte.
In Moalboal ankommen, wollten mich wie überall eine Horde Tricycle-Fahrer für die Weiterfahrt nach Panagsama für sich gewinnen. Ich wählte einen hageren, älteren Fahrer aus, von dem ich annahm, dass er wieder einmal eine so richtig gewinnbringende Fahrt mit einem Touristen nötig hatte. Er bedankte sich höflich und bat mich zu warten, dass er sein Fahrzeug holen konnte. Ich musste dann feststellen, dass dies keines der Fahrzeuge war, die auf dem Parkplatz standen, und er nach kurzer Wartezeit mit einer Rostlaube um die Ecke kam, der ich keine zehn Meter mit meinem, doch nicht so geringen Kampfgewischt und meinem Tauchgepäck zutraute.
So war es auch. Wir wurden von allem, was irgendwie Räder hatte, überholt, und nur wenn es bergab ging, konnte er sich den zweiten Gang leisten, ohne den Motor gleich abzuwürgen. Trotz allem erreichten wir nach geraumer Zeit mein gebuchtes Hotel, und ich durfte das massiv unbequeme Gefährt endlich verlassen.
Das Einchecken war schnell erledigt, und ich durfte mein Zimmer beziehen und für die nächsten vier Wochen einrichten. Er reichte noch für einen Spaziergang durch das mit Touristen gefüllte Panagsama, einen Mangoshake und eine Bier auf einer mir bereits bekannten Terrasse über dem Meer. Auch für das Tauchen habe ich mich bereits eingeschrieben und werde ab Montag früh meine weiteren Tauchgänge in Moalboal absolvieren.













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