Dienstag, 31. März 2026

30.03.2026 Moalboal nach Cebu City

Die restlichen Sachen waren schnell eingepackt und ich kontrollierte zum x-ten mal alle Schränke und Schubladen.
Bereits eine Stunde vor der Abfahrtszeit war ich bereit, rechnete meine 30 Tage Konsumation, die ich über die ganze Zeit serviert oder auch selber aus dem Kühlschrank geholt habe, mit dem Hotel ab.


Der Fahrer, dieses Mal erlaubte ich mir den Luxus eines eigenen Drivers, kam dann auch schon bereits eine halbe Stunde vor der abgemachten Zeit und so fuhren wir viel zu früh los.
Durch die Ortskenntnisse des Fahrers konnten wir auch einige heikle Punkte auf der Strecke elegant umfahren und so brauchten wir für diese 80 Km lediglich 3,5 Stunden.







Natürlich bin ich dann auch zu früh in Cebu angekommen und mein Zimmer im Hotel war noch nicht bezugsbereit. Ich deponierte das Gepäck und machte mich auf den Weg, etwas zwischen die Zähne zu kriegen. Zwischen zwei Hochhäusern fand ich eine kleine Food Terrasse, auf dieser man sogar Lechon bestellen konnte.




Ich genoss mein letztes Lechon (Spannferkel) mit gedämpftem Reis, begab mich noch für ein Bier in eine Sportbar, die bereits um die Mittagszeit mit ca. 10 großen Fernsehern die Kundschaft anlockte, bevor ich mich wieder zurück zum Hotel schleppte. Verschwitzt wie ich war, genoss ich erst einmal eine Dusche, stellte die Klimaanlage auf 26 Grad und genoss eine zwei Stündige Siesta.

Den Abend verbrachte ich mit Lesen und einem Teller Spaghetti in einem für philippinischen Verhältnisse respektablen Restaurant. Ich besuchte noch einmal die Sportbar und genoss mein letztes Bier in diesem Urlaub.

Montag, 30. März 2026

29.03.2026 Granador 25 Kilogramm Reis

Bereits um neun Uhr war mein Bett mit all meinen Habseligkeiten belegt und ich versuchte mich zu erinnern, wie all diese Sachen bei der Hinreise überhaupt Platz gehabt haben. Ich hatte ja ein Paar T-Shits mehr, musste jedoch meinen Neoprenanzug nicht mehr einpacken. Diesen habe ich nach nunmehr über 12 Jahren komplett geschlissen und ich entschied mich, diesen gleich in der Basis zu lassen und musste feststellen, dass der Anzug nicht in den Kehricht wandert, sondern für weitere Einsätze dienen wird. Die Tauchguides haben sich bereits unterhalten, wie man die völlig zerlumpten Arme und Beine des Anzuges abschneiden kann und daraus ein Shorty zu machen. So wird auch mein Anzug, zwar verkürzt, aber noch ein zweites Leben erhalten.
Stand die Einordnung in der Tauchtasche einmal fest, gönnte ich mir ein Frühstück mit Reis und Eiern, bevor ich dann den ersten Versuch startete.
Alles ging glatt und ich konnte schon kurz nach dem Mittag mit meiner Siesta beginnen, die ich ein letztes Mal ausgiebig genoss.
Erst danach ging es unter die Dusche und ein letztes Mahl mit dem Motorrad Richtung Markt in Moalboal. Mein Ziel war es, für die Familie noch einen Sack Reis zu kaufen, den ich ihnen am Abend bei meiner Verabschiedung schenken wollte.
Den Reisstand habe ich schnell gefunden, hatte jedoch keinen Plan, welcher Reis jetzt der Richtige ist, und die Auswahl war riesengross. Ich liess mich beraten, respektive lenken, welcher Reis nun das Beste ist, und natürlich war das auch der teuerste. Da der Preisunterschied bei 25 Kg nicht größer als 4 CHF war, liess ich mich überreden und kaufte den gelben Granador Reis. Der Sack war definitiv grösser, als ich es mir vorgestellt hatte, und er wurde mir von einem Träger sogar bis zu meinem Motorrad gebracht.



Wieder einmal breitbeinig, ohne anständigen Platz für meine Füße hinzustellen, fuhr ich die 6 Km über die holprige Strasse wieder zurück.
Da die ganze Schüttlerei mir immer wieder meine Flipflops von den Füßen zerrte, musste ich zweimal anhalten, um diese nicht zu verlieren.
Einen weiteren Stopp machte ich bei einer Tankstelle, um mein Motorrad morgen mit vollem Tank wieder abgeben zu können.

Zwischen dem ersten Tanken, noch auf der Insel Negros, wo ich 59 PH cent bezahlt habe, und heute haben sich die Preise fast verdoppelt und ich bezahlte nun schon 99 PH cent. Auch hier sind die Auswirkungen des Krieges gut zu spüren. Vergleicht man den philippinischen Durchschnittsverdienst mit dem Benzinpreis, müssen sie hier für 5 Liter Benzin nun schon einen ganzen Tag arbeiten.
Den Rest des Nachmittag verbrachte ich mit Blog schreiben bei einem kühlen Bier auf der Terrasse.
Kurz nach dem Eindunkeln machte ich mich noch ein letztes Mal auf den Weg zur Familie, die ich mit meinem Sack Reis gehörig überraschen konnte.
Wir verabschiedeten uns mit einem Bier, das gemeinsam wie hier üblich aus dem gleichen Becher getrunken wurde und natürlich wurde wieder essen aufgetischt. Danach fuhr ich wieder zurück ins Hotel, wo ich mein Motorrad nach nun 30 Tagen im Innenhof parkte und mich auch von diesem Verabschiedete.







Am späteren Abend gönnte ich mir noch eine Pizza in einem guten Restaurant, bevor es nach einem weiteren Bier zurück in mein klimatisiertes Zimmer ging.

Sonntag, 29. März 2026

28.03.2026 Floating Village

Gut ausgeschlafen, mit einem Omelett im Bauch wartete ich, eingeschmiert von oben bis unten mit Sonnencreme, auf den Anruf von Catherine, die den Startschuss geben sollte.
Mit drei Motorrädern und sieben Personen, man beachte, dass ich alleine fuhr, starteten wir Richtung Badian.
An der Station angekommen, tauschten wir unsere Helme gegen Schwimmwesten aus, liefen ca. 20 Minuten über eine Brückenähnlicher Pfad durch die Mangrovenlandschaft Richtung Meer, wo wir dann von einem kleinen Boot in Empfang genommen wurden, das uns zu der Floating Village chauffierte.
Die Floating Village war eine, auf alten Oelfässern mit Bambus gebaute Plattform, wo es die, für die Philippinen bekannten Partyabteile gab. Jede Gruppe besetzte so ein Abteil und verbrachte die Zeit mit selbst mitgebrachtem Essen und Trinken.
Ich glaube, die Familie hat die ganze Nacht für diese Mahlzeit geschuftet. Es hatte alles, was das Herz begehrte und noch viel mehr. Ich glaube, all die Viecher, die ich in den letzten Wochen unter Wasser gesehen habe, lagen nun vor mir. Ebenfalls wurde Huhn mit Leber, Herz und Füssen, wie auch Schwein, das Kreuz und Quer in kleine Stücke geschnitten wurde, serviert. Es blieb mir da nicht anderes übrig, als dass ich von allem ein kleines Stück probierte. Bis auf die gruselig aussehenden Austern, wo ich eine Allergie erfand, um diese nicht essen zu müssen.
Ich war auch der Einzige, der einen Löffel zum Essen brauchte. Das andere Besteck diente lediglich zum Schöpfen.















Nach dem Essen, oder eher zwischen dem Essen, vergnügten wir uns mit Baden und Fischen. Als Angelrute diente ein kurzer Holztab mit ein bisschen Faden und eine kleine Angel ohne jegliches Blei. In einem mit Fischernetzen abgesperrten Bereich warteten dann auch die bereits schon einmal gefangenen Fische auf ihr Schicksal. Es dauerte keine halbe Stunde und wir hatten fünf Stück gefangen, die schliesslich abgewogen und direkt gekauft wurden. So konnte die Familie am Abend, neben den vielen Resten, auch noch frischen Fisch auf dem Teller haben.

In der zweiten Runde des Essens gab ich vor, viel zu satt zu sein und bediente mich lediglich noch an ein paar Muscheln und einer in Palmblätter eingewickelten und gedämpften „Reisknolle“, die so zusammenklebte, dass man wie bei einem Brötchen abbeissen konnte.










Viel zu früh ging die schöne und lustige Zeit zu Ende und wir wurden wieder vom Boot abgeholt und an Land gebracht.
Wir verabschiedeten uns noch vor Ort und ich konnte die Heimreise, den Weg kannte ich ja nun, alleine mit meiner gewünschten Geschwindigkeit antreten.

Im Hotel angekommen, verstaute ich die in der Zwischenzeit getrockneten Tauchsachen und nahm den Wäscheständer gleich wieder mit den neuen nassen Sachen in Beschlag. Da auf den Philippinen in den Kleider gebadet wird, waren es auch bei mir nicht nur die Badehosen, die nass waren.

Die fehlende Siesta, die Sonne, die Hitze und all die Aktivitäten gingen nicht spurlos an mir vorbei. Das Nachtessen liess ich ganz ausfallen und ich verkürzte sogar die Zeit an der Flanierstrasse mit einem Bier, um mich noch vor 10 Uhr ins Bett zu legen.

Samstag, 28. März 2026

27.03.2026 Last Dive Day

Wie die Zeit doch so schnell vergeht. Es war bereits mein letzte Tauchtag.
Mein frühmorgendlicher Tauchgang absolvierte ich mit einem kleinen Boot unweit des Hausriffes, jedoch weit genug, um nicht von den Horden von koreanischen Schnorchlern gestört zu werden. Es waren bereits genügend Leute auf dem Boot, dass ich Angst hatte, auch unter Wasser wieder in ein Chaos zu kommen. Mein Diveguide führte uns jedoch in eine Richtung, wo wir alleine den ganzen Tauchgang geniessen konnten.

Da es der letzte Tauchtag war, mutete ich meinem Körper auch noch einen weiteren Tauchgang an der Insel Pescador zu. Helfende Hände verfrachteten mein Equipment von einem Boot aufs andere, sodass ich meine Oberflächenpause in Ruhe bei einem Kaffee geniessen konnte.
Sonne, Wind und Wellengang waren zum Abschied sehr gut mit mir und ich konnte nach einer ruhigen Fahrt die Steilwand von Pescador geniessen. Das Sonnenlicht sah ich noch auf einer Tiefe von über dreissig Metern, wo ich krampfhaft versuchte, einen riesigen Zackenbarsch vor meine Linse zu bekommen. Dieser war trotz seiner Grösse jedoch wendiger und schneller und ich hatte keine Chance. Das einzige Resultat war, dass ich mir einiges an Dekompressionszeiten aufgelesen habe und feststellen musste, dass diese in der Restzeit bis zur vollen Stunde nicht „abgefeiert“ werden kann. Ich informierte meinen Diveguide und wir machten uns auf den Weg in seichteres Gewässer.
Nach 70 Minuten, ich hatte noch genug Luft, gab mich mein Tauchkomputer auch wieder frei und ich stieg ein letztes Mal auf das Boot und liess mich zurück in die Basis chauffieren.















Für die ganze Wäscherei mit Süsswasser brauchte ich nun auch länger, da der ganze Karsumpel in zwei Tagen auch wieder in den Koffer verpackt werden muss und das, wenn möglich, „Geschmacksneutral“.
Ein erster Teil des Materials packte ich bereits in meinen wasserfesten Beutel, fuhr zum Hotel zurück, duschte, gönnte mir ein Fried Rice, verfolgte das Kriegsgeschehen rund um Dubai und machte mich dann ein zweites Mal auf den Weg zur Basis, um die restlichen Sachen abzuholen und die Tauchgänge des ganzen Monats abzurechnen.
Erfreut über den tollen Instruktorenrabat versprach ich noch gleichentags den Betrag zu überweisen, was ich dann auch tat und die Bestätigung sogleich wieder per WhatsApp an die Basis weiterleitete.
Für das Trocknen meiner Ausrüstung habe ich gleich die halbe Terrasse des Hotels beschlagnahmt. Ich versuchte herauszufinden, ob auch in dieser Nacht wieder ein Starkregen angesagt ist, wie in den beiden vorhergehenden Nächten.
Da es nicht sicher war, erlaubte mir das Hotelpersonal, den ganzen Wäscheständer auf der Terrasse an einem regensicheren Ort aufzustellen, was ich noch, bevor ich mein Zimmer Richtung Nachtessen verliess, machte.

Lange feiern konnte ich diesen Abend nicht, es war kein tauchen mehr angesagt, dafür einen Ausflug gemeinsam mit der Familie Tapales zu einer „Floating Village“ in der Nähe von Badian.